Artikel vom 20.01.2012 0

Airbus A380 muss zur Inspektion Neue Risse an Flügel entdeckt

Nach dem Fund neuer Haar-Risse an Tragflächen des Airbus A380 hat die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA die Überprüfung von 30 Maschinen angewiesen. Betroffen sind alle A380, die bereits mehr als 1.300 Zyklen hinter sich haben. Maschinen, die bereits auf mehr als 1.800 Flüge kommen, müssen innerhalb von vier Tagen untersucht werden.

Airbus A380 - © © AirTeamImages.com - HAMFive

Airbus A380

Nachdem neue Risse an den Flügeln des A380 entdeckt worden sind, sollen sich fast die Hälfte der Langstreckenmaschinen des europäischen Flugzeugbauers einer Kontrolle unterziehen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) empfahl die Inspektionen laut ihrer Website am Freitag für 30 der 67 A380, die Airbus weltweit im Einsatz hat.

Die neuen Risse seien schwerwiegender als die Haarrisse, die zuerst bemerkt worden waren. "Wenn sie nicht bemerkt oder ausgebessert werden, können sie potenziell die gesamte Struktur des Flugzeugs beeinträchtigen", hieß es auf der Website. Die neue Art von Rissen könne nach einer bestimmten Zeit auch an anderen Maschinentypen auftreten. Airbus versicherte am Freitag erneut, die Risse wirkten sich nicht auf die Sicherheit der Flugzeuge aus.

Vor zwei Wochen hatte Airbus erstmals von Haarrissen auf den Außenrippen der Flügel einiger A380-Maschinen gesprochen, die aber nicht dringend ausgebessert werden müssten. Am Donnerstag bestätigte der Flugzeugbauer erneut Risse, diesmal an einem Verbindungsstück.

Neun der Großraumflugzeuge, die bereits mehr als 1.800 Flüge hinter sich haben, sollen nun nach Angaben aus informierten Kreisen innerhalb der nächsten vier Tage kontrolliert werden. Innerhalb der nächsten sechs Wochen sollen 21 weitere Maschinen folgen, die zwischen 1.300 und 1.800 Flüge absolviert haben.

Betroffen sind nach bisherigen Angaben die Fluggesellschaften Qantas und Singapore Airlines sowie drei Testflugzeuge. Die Lufthansa hatte angegeben, bei ihren A380 keine Risse entdeckt zu haben. Auch die Fluggesellschaften Emirates, China Southern, Korean Air Lines und Air France-KLM haben die A380 im Einsatz.

Der erste Riss war an der A380 aufgefallen, die im November 2010 einen schweren Triebwerkschaden hatte. Zunächst war deswegen von einem Zusammenhang ausgegangen worden.

Stand: 20.01.2012 - 5:37 PM Uhr

Quelle: AFP, dpa-AFX

Empfehlen:

Anzeigen

Kommentare
Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen

mit Unterstützung durch Disqus
Aktuell kommentiert
Powered by Disqus