Thomas Cook streicht Gewinnziel zusammen

28.07.2016 - 10:31 0 Kommentare

Aufgrund der Terroranschläge in Europa rechnet Thomas Cook mit weniger Gewinn als bisher geplant. Allerdings profitiert der Konzern auch vom Brexit-Votum und dem damit einhergehenden Kursverfall.

Gebäude von Thomas Cook. - © © Thomas Cook -

Gebäude von Thomas Cook. © Thomas Cook

Die Terroranschläge in Europa durchkreuzen die Gewinnpläne des Reiseveranstalters Thomas Cook. Weil immer noch deutlich weniger Kunden Reisen in die Türkei buchen, strich Konzernchef Peter Fankhauser mitten in der Hauptreisezeit sein Gewinnziel zusammen.

Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September dürfte der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) lediglich 300 Millionen Pfund (358 Millionen Euro) erreichen, teilte das Unternehmen mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor jetzt in London mit. Im Mai war Fankhauser noch von 310 bis 335 Millionen Pfund ausgegangen.

Konzern profitiert von Pfund-Kursverfall

Dass es nicht noch schlimmer kommt, verdankt das Unternehmen auch dem Kursverfall der britischen Währung nach dem Brexit-Votum, der der in Pfund bilanzierenden Gesellschaft zugute kommt. Auf die Reisebuchungen habe der Brexit bisher keinen erkennbaren Einfluss, sagte Fankhauser. Allerdings sei die Verunsicherung für die Branche und ihre Kunden dadurch weiter gestiegen.

Für die Sommersaison verzeichnet Thomas Cook bisher insgesamt fünf Prozent weniger Buchungen als ein Jahr zuvor. In Deutschland beträgt der Rückgang sogar sechs Prozent. Zudem macht Condor ein Preiskampf bei den Flugtickets zu schaffen. Das Reiseangebot für die Türkei hat Thomas Cook inzwischen weiter verringert und setzt stärker auf Spanien, Griechenland, Bulgarien Kuba und die USA.

© Thomas Cook, Lesen Sie auch: Terroranschläge belasten Sommergeschäft von Thomas Cook

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni verbuchte Thomas Cook im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang von fünf Prozent auf 1,85 Milliarden Pfund. Der bereinigte operative Gewinn sackte von 30 Millionen auf zwei Millionen Pfund ab. Der Vorsteuerverlust vergrößerte sich um fast die Hälfte auf 64 Millionen Pfund.

Von: ch, dpa-AFX
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