Terminalsperrung: Bayern und Lufthansa prüfen Haftung

10.09.2018 - 12:48 0 Kommentare

Die Sicherheitspannen an den Flughäfen München und Frankfurt werden aufgearbeitet. Möglicherweise muss der Freistaat Bayern haften, Lufthansa als Hauptbetroffene prüft noch Ansprüche.

Flugzeuge der Lufthansa stehen am Terminal 2 des Münchner Flughafens - © © FMG -

Flugzeuge der Lufthansa stehen am Terminal 2 des Münchner Flughafens © FMG

Sechs Wochen nach der schweren Sicherheitspanne am Münchner Flughafen ist die Frage der Haftung durch den Freistaat Bayern noch immer ungeklärt. "Die Frage, ob im Rahmen der Amtshaftung ein Schadenersatzanspruch gegen den Freistaat Bayern besteht, wird derzeit geprüft", heißt es in einer Antwort der Staatsregierung auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion.

Auf Bayern könnten Forderungen zukommen, da die am Flughafen München tätige Sicherheitsfirma SGM eine Gesellschaft des Freistaates ist. Am 28. Juli war wegen einer Unachtsamkeit der SGM-Mitarbeiter - die Staatsregierung spricht in ihrer Stellungnahme von "menschlichen Fehlleistungen" - eine Frau unkontrolliert in den Sicherheitsbereich des Flughafens gelangt. In der Folge hatte die Bundespolizei das Terminal 2 und das sogenannte Satelliten-Terminal gesperrt. 330 Flüge wurden abgesagt, mehr als 31.000 Passagiere waren betroffen.

Lufthansa prüft auch für Frankfurt

Die Lufthansa als Hauptkundin des Terminals 2 hatte nach dem Zwischenfall angekündigt, man erwäge Schadenersatzansprüche. Diese Prüfung dauere noch an, erklärte nun ein Airline-Sprecher auf Anfrage von airliners.de.

Das Gleiche gelte für die Terminalräumung in Frankfurt - auch hier würden die Vorgänge und etwaige rechtliche Möglichkeiten noch geprüft, so der Sprecher. Am Frankfurter Flughafen musste am 7. August nach einer Sicherheitspanne der Bereich A im Terminal 1 geräumt werden. Hier fielen mehr als 100 Flüge aus. Verursacht wurde die Sperrung in diesem Fall durch den Fehler einer Luftsicherheitsassistentin des Flughafenbetreibers Fraport.

Von: pra, dpa
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