Terminal-Projekt in Manila: Fraport kann auf Entschädigung hoffen

09.09.2015 - 16:49 0 Kommentare

Bekommt Fraport doch noch eine Entschädigung in Millionenhöhe? Wenn es nach dem obersten Gerichtshof der Philippinen geht, dann ja. Bei dem Streit geht es um ein Terminal-Projekt in Manila.

Manila Ninoy Aquino International Airport - © © AirTeamImages.com - C. Parker

Manila Ninoy Aquino International Airport © AirTeamImages.com /C. Parker

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport kann nun doch auf eine Entschädigung im millionenschweren Rechtsstreit um das gescheiterte Terminal-Projekt in Manila hoffen. Der oberste Gerichtshof der Philippinen habe in Manila entschieden, dass die Regierung der Piatco-Projektgesellschaft eine Entschädigung von 510 Millionen Dollar (etwa 457 Millionen Euro) zahlen müsse, teilte die Fraport AG jetzt mit.

Fraport ist direkt mit 30 Prozent an Piatco beteiligt. Vor dem internationalen Schiedsgericht ICSID in Washington war der Flughafenbetreiber Anfang des Jahres gescheitert. Zur Begründung hieß es damals: Fraport habe gegen philippinisches Recht verstoßen.

Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

Die 510 Millionen Dollar würden die 2006 durch die philippinische Regierung an die Projektgesellschaft geleistete Anzahlung von rund 59 Millionen Dollar sowie Zinsen für das Projekt Terminal 3 in Manila berücksichtigen, hieß es von Seiten des Konzerns. Die Entscheidung sei aber noch nicht rechtskräftig.

© dpa, EPA/Sotiris Barbarousis Lesen Sie auch: Fraport darf 14 griechische Regionalflughäfen übernehmen

Bei dem langwierigen Verfahren geht es um den Bau eines Flughafenterminals am internationalen Flughafen Manila. Das Projekt wurde 2004 vom philippinischen Staat enteignet, als das Gebäude nahezu fertiggestellt war.

"Bis heute hat die philippinische Regierung die Piatco für ihre Investitionen nicht vollständig entschädigt", erklärte Fraport: "Obwohl das Terminal inzwischen durch mehr als 13 Millionen Passagiere pro Jahr genutzt wird und entsprechende Erträge generiert."

Von: ch, dpa
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