Protest-Camp gegen Terminal 3 am Frankfurter Flughafen

28.08.2015 - 13:18 0 Kommentare

Protest gegen das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen: Umwelt-Aktivisten haben in einem Wald ein Camp errichtet. Um das Milliardenprojekt gibt es seit langem Streit.

Aktivisten protestieren gegen das dritte Terminal am Frankfurter Flughafen.

Aktivisten protestieren gegen das dritte Terminal am Frankfurter Flughafen.
© dpa - Fredrik Von Erichsen

Sie haben in einem Wald bei Zeppelinheim (Hessen) ein Camp aufgebaut.

Sie haben in einem Wald bei Zeppelinheim (Hessen) ein Camp aufgebaut.
© dpa - Fredrik Von Erichsen

Der Umweltorganisation prangert das Terminal 3 an.

Der Umweltorganisation prangert das Terminal 3 an.
© dpa - Fredrik Von Erichsen

Die Aktivisten hängen ein Banner in den Bäumen auf.

Die Aktivisten hängen ein Banner in den Bäumen auf.
© dpa - Fredrik Von Erichsen

Diese Animation zeigt die Abflughalle des zukünftigen Terminal 3 am Frankfurter Airport.

Diese Animation zeigt die Abflughalle des zukünftigen Terminal 3 am Frankfurter Airport.
© Fraport

Eine Computergrafik zeigt das zukünftige Terminal 3 auf dem Flughafen von Frankfurt.

Eine Computergrafik zeigt das zukünftige Terminal 3 auf dem Flughafen von Frankfurt.
© Fraport

So soll der Check-In des zukünftigen Terminal 3 auf dem Flughafen von Frankfurt einmal aussehen.

So soll der Check-In des zukünftigen Terminal 3 auf dem Flughafen von Frankfurt einmal aussehen.
© dpa - Fraport AG

Die Umweltorganisation Robin Wood hat im Treburer Oberwald bei Neu-Isenburg (Kreis Offenbach) ein Protest-Camp gegen den Bau des Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eingerichtet. Die Waldschützer protestieren damit unter anderem gegen die Abholzung von Wald für einen Autobahnanschluss des neuen Terminals.

Man erwarte, dass während des Protest-Camps alles friedlich ablaufe, sagte eine Sprecherin der Polizei Offenbach. Unterstützt wird das Camp von den im Bündnis der Bürgerinitiativen zusammengeschlossenen Flughafen-Ausbaugegnern. Das Camp soll bis zum Sonntag gehen.

Bäume werden woanders neu gepflanzt

Der Bau des dritten Terminals an Deutschlands größtem Flughafen soll im Oktober beginnen. Im Rahmen der Arbeiten entsteht auch ein Autobahnanschluss. Dabei werden 4,5 Hektar Wald abgeholzt. Die Bäume werden jedoch woanders neu gepflanzt.

Auch gegen die Landebahn Nordwest hatte es damals Proteste gegeben. Bei diesem Projekt wurden insgesamt 282 Hektar Wald gerodet. Im Gegenzug wurden laut Frankfurts Flughafenbetreiber Fraport 288 Hektar wieder neu aufgeforstet.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Fraport-Chef sieht Wachstumsprognose zu Terminal 3 bestätigt

2022 soll das neue Terminalgebäude seinen Betrieb auf nehmen. Um das Milliardenprojekt gibt es seit langem Streit. Die Luftfahrtbranche fordert einhellig den Bau des neuen Abfertigungsgebäudes. Kritiker befürchten, dass größere Kapazitäten des Airports zu mehr Verkehr und damit zu mehr Lärm führen werden. Außerdem bezweifeln sie die Notwendigkeit eines weiteren Terminals.

Fraport begründet den Neubau mit Kapazitätsengpässen an den bestehenden Abfertigungsgebäuden. Eine Alternative zum dritten Terminal gibt es demnach nicht. So sei zum Beispiel für eine Erweiterung der alten Terminals kein Platz.

Das Terminal 3

Terminal 3 soll Kapazität für 14 Millionen Passagiere pro Jahr bieten. An den beiden Flugsteigen des ersten Bauabschnitts sind 24 Gebäudepositionen für die Flugzeugabfertigung vorgesehen. Im Vollausbau sollen es dann vier Flugsteige mit insgesamt 50 Positionen sein.
Welche Fluggesellschaft das neue Terminal nutzen wird, ist noch offen. Die Lufthansa und ihre Star-Alliance-Partnerfluggesellschaften bleiben wohl im Terminal 1. Das neue Terminal könnte also ein neues Zuhause für andere Bündnisse wie OneWorld oder SkyTeam werden. Denkbar wäre auch, dass vor allem Ferienflieger oder allianzfreie Fluggesellschaften hier andocken.

Von: ch, dpa
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