Termin für C-Series-Übernahme durch Airbus steht

08.06.2018 - 10:20 0 Kommentare

Der Fusion von Bombardiers C-Series und Airbus steht nichts mehr im Weg. Laut Unternehmen gibt es nun einen Vollzugstermin für den Deal. Teuer wird es für Airbus nicht.

CS300 von Bombardier: Airbus erweitert seine Produktpalette damit auf kleinere Passagierjets, ohne selbst viel Geld in die Entwicklung neuer Flugzeuge investieren zu müssen.  - © © AirTeamImages.com - Matthieu Douhaire

CS300 von Bombardier: Airbus erweitert seine Produktpalette damit auf kleinere Passagierjets, ohne selbst viel Geld in die Entwicklung neuer Flugzeuge investieren zu müssen. © AirTeamImages.com /Matthieu Douhaire

Flugzeugbauer Airbus hat unter die seit längerem geplante Übernahme von Bombardiers Mittelstrecken-Baureihe C-Serie einen Punkt gesetzt. Airbus einigte sich mit dem kanadischen Konzern und dessen Partner Investissement Quebec darauf, dass der Deal nun zum 1. Juli vollzogen wird. Alle notwendigen Genehmigungen der Behörden seien inzwischen eingegangen, teilten die Unternehmen mit.

Der scheidende Airbus-Chef Thomas Enders hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass er das bereits im Oktober verkündete Geschäft noch bis Mitte des Jahres durchziehen will. Wie Airbus nun erklärte, übernimmt der Konzern die Mehrheit an der Baureihe, deren teure Entwicklung den kanadischen Bombardier-Konzern in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hatte. Wie hoch der Anteils genau ist, gab Airbus nicht bekannt.

Bombardier wird nicht stimmberechtigter Airbus-Aktionär

Der Flugzeugbauer erweitert seine Produktpalette damit auf kleinere Passagierjets, ohne selbst viel Geld in die Entwicklung neuer Flugzeuge investieren zu müssen. Die C-Serie wird mit dem Tag der Übernahme in der Airbus-Bilanzberichterstattung berücksichtigt.

© Airbus, P. Pigeyre Lesen Sie auch: Airbus und Bombardier gründen C-Series-Joint-Venture

Bombardier ist in der künftigen Aufstellung nicht stimmberechtigter Aktionär. Die Kanadier haben sich verpflichtet, weiter Geld in das Projekt zu schießen, falls dies notwendig wird.

Im restlichen Jahr 2018 müssen sie bis zu 225 Millionen Dollar (umgerechnet rund 190 Millionen Euro) zahlen und 2019 bis zu 350 Millionen Dollar (297 Millionen Euro). In den beiden Folgejahren könnte dann noch einmal eine Gesamtsumme von 350 Millionen Dollar fällig werden. Sollten darüber hinaus finanzielle Mittel fehlen, werde die Summe unter den stimmberechtigten Aktionären (Klasse-A-Aktien) entsprechend ihrem Anteil aufgeteilt.

Von: cs, dpa-AFX
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