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Artikel vom 28.08.2010

USA: Grünes Licht für United-Fusion

Nach Slot-Abgabe in Newark

Das US-Justizministerium hat den Weg frei gemacht für die Fusion von Continental Airlines und United Airlines. Die wettbewerbsrechtliche Untersuchung wurde eingestellt, nachdem sich die Carrier mit Southwest Airlines auf eine Übertragung von Slots am Flughafen Newark geeinigt hatten.

Illustration der neuen Continental-United mit neuem Schriftzug - © © United -

Illustration der neuen Continental-United mit neuem Schriftzug

Das US-Justizministerium hat den Weg frei gemacht für die Fusion der US-Fluggesellschaften United Airlines und Continental Airlines zur größten Airline der Welt. Das Ministerium teilte am Freitagabend (Ortszeit) mit, seine wettbewerbsrechtliche Untersuchung zu dem Zusammenschluss eingestellt zu haben.

Das Justizministerium kam nach eigenen Angaben zu dem Ergebnis, dass sich die Streckennetze der beiden Airlines in großen Teilen ergänzten. Nur auf wenigen Routen böten Continental und United bisher konkurrierende Flüge an, bei denen es durch die Fusion zur Verringerung des Wettbewerbs käme.

Kritisch sah das Ministerium allerdings Continentals Position am Flughafen Newark bei New York. Dieser werde von Continental stark genutzt, biete aber für andere Fluggesellschaften aufgrund der begrenzten Zahl der Start- und Landerechte kaum Zugangsmöglichkeiten.

Southwest ergattert Newark-Slots

Diese Bedenken konnten United und Continental jedoch am Freitag ausräumen, erklärte das Ministerium weiter. Die beiden Carrier hatten sich zuvor mit Southwest Airlines über die Abgabe von Start- und Landerechten am Flughafen Newark geeinigt. Continental und United zusammen führen derzeit täglich 442 Roundtrip-Flüge von und nach Newark durch. Continental Airlines wird Southwest nach eigenen Angaben 18 Slot-Paare für Starts und Landungen in Newark zur Verfügung stellen.

Das erste dieser Slot-Paare soll die Airline ab Ende März 2011 nutzen können; die vollständige Inanspruchnahme der vereinbarten Start- und Landerechte soll ab Juni 2011 erfolgen. Southwest Airlines erklärte, die Start- und Landerechte seien über den Tag verteilt, sodass sich die geplanten Newark-Verbindungen sehr gut in ihr bestehendes Netzwerk einfügen lassen würden.

Damit bekommt Southwest nun Zugang zu einem zweiten der großen Flughäfen im Raum New York. Erst im Sommer 2009 hatte die Airline Flüge nach LaGuardia aufgenommen, nachdem sie die dafür benötigten Slots aus der Konkursmasse der ATA Airlines gekauft hatte.

United-Fusion Anfang Oktober

Nach der Entscheidung des Ministeriums teilten United und Continental mit, sich zum 1. Oktober zusammenschließen zu wollen. Die neue Fluggesellschaft kommt Schätzungen zufolge auf einen Marktwert von umgerechnet 5,2 Milliarden Euro, soll den Namen United tragen und ihren Hauptsitz in Chicago haben. Mit einem weltweiten Marktanteil von rund sieben Prozent würde sie sich auf den ersten Platz vor der US-Fluglinie Delta schieben. Die Aktionäre müssen der Fusion allerdings noch zustimmen.

Ende Juli hatte bereits die EU-Kommission in Brüssel grünes Licht für den Zusammenschluss gegeben. United und Continental gehören beide dem globalen Netzwerk „Star Alliance“ an, in dem sie unter anderem mit der Deutschen Lufthansa kooperieren.

Stand: 28.08.2010 - 11:51 AM Uhr

Quelle: airliners.de, dpa, AFP

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