Tarifverhandlungen für Kontrolleure in Berlin und Brandenburg vertagt

16.08.2016 - 15:39 0 Kommentare

Wie viel Geld sollen Sicherheitsmitarbeiter an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld verdienen? Darüber streitet die Gewerkschaft Verdi mit dem Bundesverband der Deutschen Sicherheitswirtschaft.

Untergehende Sonne am Flughafen Berlin Tegel - © © dpa - Hannibal Hanschke

Untergehende Sonne am Flughafen Berlin Tegel © dpa /Hannibal Hanschke

Die Tarifverhandlungen für die Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter an den Flughäfen in Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld sind vertagt worden. Das teilte der Fachverband Aviation des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheitswirtschaft (BDSW) jetzt mit. Sie sollen im September fortgesetzt werden.

Man habe zum Auftakt der Tarifverhandlungen für die etwa 2500 Mitarbeiter der Gewerkschaft Verdi angeboten, die Löhne ab dem 1. November 2016 um 1,8 Prozent und am 1. Januar 2018 um weitere 1,8 Prozent zu erhöhen, hieß es in einer Mitteilung. Damit bewege man sich im Rahmen vergleichbarer Tarifabschlüsse in diesem Jahr und liege deutlich über der Inflationsrate.

Die Gewerkschaft Verdi will für die privaten Passagier- und Gepäckkontrolleure eine Erhöhung des Stundenlohns von 15,64 auf 19 Euro. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 21 Prozent. Der Lohn bei Wachleuten, die nicht im Auftrag der Bundespolizei, sondern für Airports und Airlines arbeiten, soll ebenfalls steigen - und zwar von 11,72 auf 16 Euro (plus 37 Prozent).

© dpa, O. Berg, Lesen Sie auch: Tarifabschluss für Luftsicherheitskräfte in weiteren Bundesländern

Die Arbeitgeber hatten schon im Juli mit Empörung auf diese Forderungen reagiert. "Das kann nicht ewig so weitergehen, zumal wir längst ein sehr hohes Niveau erreicht haben", sagte BDSW-Hauptgeschäftsführer Harald Olschok.

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Ute Kittel sagte damals: "Wir wollen unsere Marktmacht nicht missbrauchen. Es ist unser Ziel, die Bezahlung zu harmonisieren, damit gleicher Lohn für die gleiche Dienstleistung gezahlt wird."

Der bestehende Tarifvertrag für Sicherheitsleute im Luftverkehr in Berlin-Brandenburg läuft Ende September aus. Die übrigen Länder folgen zum Jahresende.

Von: ch
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

  • Die Streiks bei der Lufthansa haben 2015 für viele Schlagzeilen gesorgt. Lufthansa streicht jeden zweiten Flug

    Streik von Verdi an vier deutschen Flughäfen: Die Lufthansa streicht für Dienstag die Hälfte der geplanten Verbindungen - dies sind rund 740 Verbindungen. airliners.de mit einer Auswertung der Annullierungen an deutschen Airports.

    Vom 09.04.2018
  • Reisender in Frankfurt: Massive Einschränkungen im Flugverkehr am Dienstag. Nicht nur bei Lufthansa: Streiks lähmen Airports

    Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben am ersten Tag vor allem den Luftverkehr beeinträchtigt. Zwar betreffen die Aktionen nur vier Airports, doch die Auswirkungen sind groß. airliners.de fasst die Lage zusammen.

    Vom 10.04.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus