Tarifkonflikt beim Bodenpersonal an Berliner Flughäfen beigelegt

28.03.2017 - 09:25 0 Kommentare

Nach vier Vermittlungstagen ist der Tarifkonflikt beendet: Das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen bekommt mehr Geld. Allerdings müssen die Verdi-Mitglieder dem Kompromiss noch zustimmen.

Ein Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste am Airport Berlin-Tegel. - © © dpa - Bildfunk - Gregor Fischer

Ein Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste am Airport Berlin-Tegel. © dpa - Bildfunk /Gregor Fischer

Der Tarifkonflikt beim Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen ist beigelegt. Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi haben sich jetzt auf einen Tarifkompromiss geeinigt, teilte die Gewerkschaft mit.

Dieser beinhaltet demnach eine Laufzeit des Vertrages über drei Jahre und ein Volumen von etwa 14 Prozent. Die Stundenlöhne werden in vier Schritten bis 2019 erhöht, in einigen Vergütungsgruppen bis zu 1,90 Euro.

Verdi-Mitglieder müssen noch zustimmen

Von der Einigung profitieren rund 2000 Beschäftigte an den beiden Airports Tegel und Schönefeld, die bei den fünf Firmen angestellt sind, die Bodenverkehrsdienste anbieten.

Um den Konflikt endgültig beizulegen ist nun noch die Zustimmung der Verdi-Mitglieder nötig. Die Urabstimmung soll nach Gewerkschaftsangaben in der kommenden Woche stattfinden. Zu den Bodenverkehrsdiensten zählen beispielsweise die Passagier- und Gepäckabfertigung, Reiniungskräfte und Caterer.

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Laut Verdi waren insgesamt vier Vermittlungstage unter Leitung des ehemaligen Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD) notwendig, um eine Einigung zu erzielen. Das Bodenpersonal hatte in dem Streit bereits mehrfach die Arbeit niedergelegt, hunderte Flüge fielen aus.

"Wir mussten umfangreiche und auch schmerzliche Kompromisse eingehen, um die Lösung zu ermöglichen, aber auch die Arbeitgeber haben sich schließlich bewegt", kommentierte Verdi-Verhandlungsführer Enrico Rümker den Kompromiss.

Die Arbeitgeberseite zeigte sich erleichtert. "Wir danken Herrn Körting für seine Rolle als Mediator in dem doch sehr festgefahrenen Tarifkonflikt", sagte ein Sprecher des Forums der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg, in dem die an den Flughäfen tätigen Unternehmen organisiert sind. "Die Unternehmen mussten dafür an die äußerste Grenze gehen, was noch leistbar ist - und teilweise auch darüber hinaus."

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Von: ch, AFP, dpa
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