Ryanair: Deutsche Piloten drängen auf Grundsatzeinigung

14.11.2018 - 11:50 0 Kommentare

Die Mitglieder von Verdi haben einer Tarifeinigung mit Ryanair für deutsche Flugbegleiter zugestimmt. Und auch die Piloten sind zuversichtlich, in diesem Jahr eine Grundsatzeinigung zu erzielen. Noch im November gebe es drei Termine.

Die Vereinigung Cockpit ist eine Pilotengewerkschaft. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Die Vereinigung Cockpit ist eine Pilotengewerkschaft. © dpa /Frank Rumpenhorst

Bei Ryanair zeichnet sich ein Ende des Tarifkonflikts mit dem deutschen Personal ab. Nach der grundsätzlichen Einigung mit Verdi für die Flugbegleiter, geht auch die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit davon aus, noch in diesem Jahr eine grundsätzliche Einigung mit dem Unternehmen erzielen zu können. "Wir haben für den November noch drei Termine vereinbart und wollen in diesem Zeitraum ein Eckpunktepapier erreichen, erklärte ein VC-Sprecher nach Verhandlungen in Frankfurt.

Ein detaillierter Tarifvertrag für die mehr als 400 Piloten könne dann im Nachgang ausgearbeitet werden und rückwirkend gelten. An den Verhandlungen haben erstmals auch zwei unabhängige Schlichter teilgenommen. Ryanair hatte schon früher auf einen schnellen Abschluss noch in diesem Jahr gepocht.

Verdi verhandelt für Kabinenpersonal

Am Dienstag hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Berlin bekannt gegeben, dass ihre Mitglieder der Vorvereinbarung für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal zugestimmt haben. Die Vereinbarung enthält deutliche Erhöhungen insbesondere des Fixgehalts.

© Ryanair, Lesen Sie auch: Verdi-Mitglieder stimmen Einigung mit Ryanair zu

Verdi und VC hatten in diesem Jahr mehrfach zur Durchsetzung ihrer Ziele den irischen Billigflieger bestreikt und dabei auch mit Gewerkschaften aus anderen europäischen Ländern zusammengearbeitet.

Betriebsverfassungsgesetz könnte geändert werden

Die VC verlangt neben Sozialplänen bei Stationsschließungen unter anderem die Zustimmung des Managements zur Bildung von Betriebsräten. Das sei derzeit der am heftigsten umstrittene Punkt, sagte Schmitt.

Möglicherweise wird dieser Konflikt aber durch Änderungen am deutschen Betriebsverfassungsgesetz entschärft, die Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) angekündigt hat. Bislang darf eine solche Arbeitnehmervertretung des fliegenden Personals nur gebildet werden, wenn zuvor ein Tarifvertrag dazu abgeschlossen ist.

Von: dpa, br
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