Landebahn überschossen

Taca Passagiermaschine in Honduras verunglückt

31.05.2008 - 19:01 0 Kommentare

Bei der Bruchlandung einer Passagiermaschine in Honduras sind am Freitag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach Medienangaben wurden 76 Menschen verletzt. Offizielle Opferzahlen lagen auch in der Nacht zum Samstag nicht vor. Der mit 124 Passagieren und 7 Besatzungsmitgliedern besetzte Airbus A320 der salvadorianischen Fluggesellschaft Taca war am Freitagmorgen bei der Landung auf dem Flughafen der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa verunglückt.

Rettungskräfte waren stundenlang damit beschäftigt, unter chaotischen Bedingungen die Verletzten aus der Maschine zu befreien. Die Rettungsarbeiten wurden von zahlreichen Neugierigen behindert.

Das Flugzeug (EI-TAF), das aus Los Angeles kam, sollte nach einer Zwischenlandung in El Salvador in Tegucigalpa landen. Doch die Maschine kam nicht rechtzeitig zum Stehen. Sie schoss über die nasse und kurze Landepiste hinaus auf eine Straße. Dort stieß sie mit Autos zusammen, ehe sie gegen einen Berghang prallte. Zwei Menschen sollen in einem Wagen ums Leben gekommen sein.

Die Fluggesellschaft Taca sicherte den Opfern jede mögliche Hilfe zu. Das Unternehmen werde auch mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Ursachen der Katastrophe zu ermitteln, sagte die Kommunikationsdirektorin der Gesellschaft, Claudia Arenas.

Der Flughafen von Tegucigalpa gilt unter anderem wegen seiner Lage in der unmittelbaren Nähe zu Bergen und seiner kurzen Landebahn als gefährlich. Bei schwierigen Wetterlagen müssen die Piloten oft nach San Salvador oder San Pedro Sula ausweichen. Das Wetter war auch am Freitag sehr schlecht, als der Tropensturm «Alma» über Honduras hinwegzog.

Von: dpa
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