Swiss stellt Belair-Piloten ein

20.11.2017 - 15:54 0 Kommentare

Die Lufthansa-Airline Swiss und deren Tochter Edelweiss übernehmen Piloten der Air-Berlin-Tochter Belair. Mit der Gewerkschaft Aeropers einigte man sich auf einen Kompromiss. Die Einzelheiten.

Kabinen-Crew von Edelweiss. - © © Edelweiss Air -

Kabinen-Crew von Edelweiss. © Edelweiss Air

Das Aus der Air-Berlin-Tochter Belair ist besiegelt, doch einige Angestellte können aufatmen: Die Lufthansa-Airline Swiss und deren Tochter Edelweiss haben sich mit der Pilotengewerkschaft Aeropers auf Bedingungen für die Übernahme von 25 Piloten der Belair geeinigt. Dies sagte ein Aeropers-Sprecher zu airliners.de.

Die Einigung unterscheide allerdings zwischen Swiss und ihrer Tochter: Bei Edelweiss würden neun Piloten in ihrer bisherigen Funktion direkt übernommen. Bei Swiss hingegen sei es etwas komplizierter, da der Gesamtarbeitsvertrag dort Direkteinstellungen von Kapitänen untersage.

Somit würden die 16 Belair-Piloten ganz unten auf der Senioritätsliste eingereiht. Allerdings sei hier ein Kompromiss gelungen: Die Piloten dürften zwei Jahre als Kapitäne auf einer A320 fliegen und könnten danach auf die Langstrecke wechseln - als Co-Pilot.

220 Jobs auf der Kippe

Belair hat mit Ende des Sommerflugplans den Betrieb eingestellt. Die schweizerische Air-Berlin-Tochter wird nun liquidiert - etwa 220 Mitarbeiter haben ihren Job verloren.

© dpa, Paul Zinken Lesen Sie auch: Kebekus: Belair wird liquidiert

Belair flog komplett im Auftrag für Air Berlin. Ursprünglich sollte die Airline mit ihren fünf Maschinen komplett in der Touristiktochter Niki aufgehen, die ab dem kommenden Jahr für die Lufthansa-Billigtochter Eurowings abheben soll.

Die Schweizer Belair ist seit 2009 vollständig im Besitz der Air Berlin. Belair ist ursprünglich aus der Ferienfluglinie des Migros-Reiseveranstalters Hotelplan hervorgegangen.

Von: cs
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Mitarbeiter der Air Berlin 2017 auf dem Vorfeld des Flughafens Tegel. Air Berlin: Fast 2000 Klagen wegen Kündigungen

    1899 Klagen zählt das Arbeitsgericht Berlin nach Kündigungen bei der insolventen Air Berlin. Sie pochen auf einen Betriebsübergang. Nach airliners.de-Informationen geht es um den Verkauf an Easyjet.

    Vom 24.05.2018
  • Eine Boeing 737-800 der Ryanair steht auf dem Vorfeld des Flughafens Frankfurt-Hahn. Pilotenrevolte führt bei Ryanair zum Umdenken

    Hintergrund Ryanair ist mit geringen Kosten, Extra-Gebühren und niedrigen Löhnen zu Europas größtem Billigflieger aufgestiegen. Doch die Branche ist im Wandel - und das geht auch an den Iren nicht spurlos vorbei.

    Vom 04.04.2018
  • Ryanair-Chef Michael O'Leary. Ryanair verdient mehr, aber ist "pessimistisch"

    Jahresbilanz des Billigfliegers: Ryanair steigert den Gewinn auf ein Rekordniveau. Allerdings ist Airline-Chef O'Leary beim Ausblick "pessimistisch" und erwartet ein schwieriges Jahr.

    Vom 22.05.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus