Sundair hat Germania-Maschinen bereits wieder untergebracht

Exklusiv 05.02.2019 - 16:44 0 Kommentare

Über mangelnde Nachfrage kann sich Sundair nicht beklagen: Die an Germania vermietete A320-Maschine ist nach Aussagen von Airline-Chef Rossello erneut am Markt platziert. Auch der zweite Jet hat bereits einen Abnehmer.

Sundair ist eine Charterairline.

Sundair ist eine Charterairline.
© dpa - Stefan Sauer

Eine A320 der Sundair.

Eine A320 der Sundair.
© Sundair

Die Kapazitäten der im Winter von Sundair an Germania vermieteten A320-Maschine sind bereits wieder am Markt untergebracht. Dies sagte Airline-Chef Marcos Rossello im Gespräch mit airliners.de. "Wenn einer stirbt, ergibt sich für einen anderen immer ein Vorteil."

Der Jet sei bereits wieder auf dem Weg ins albanische Tirana - "um für eine andere Kundin im Vollcharter zu fliegen", so Rossello. Im Frühjahr sollte eigentlich ein zweiter Sundair-Airbus in den Dienst von Germania gestellt werden - auch deren Kapazitäten seien größtenteils wieder verplant. Beide Mietverträge waren auf zwei Jahre ausgelegt und wie im ACMI-Bereich üblich bereits im Voraus bezahlt.

© AirTeamImages.com, Simone Ciaralli Lesen Sie auch: So reagiert die Branche auf das Germania-Aus

Rossello glaube schon, dass man "nun das ein oder andere Geschäft im kleinen Bereich mehr machen" könne. Denn die Nachfrage sei ungebremst da: "Sundair kann aber nicht die Flotte aufstocken, nur weil Germania pleite geht", so der Airline-Chef Germania betrieb zuletzt 30 Maschinen, Sundair vier.

Sundair plant mit Wachstum

Ab dem Frühjahr will Sundair zwei weitere Maschinen betreiben. Die beiden Mittelstreckenflugzeuge kommen von Sky Airline, der zweitgrößten chilenischen Fluggesellschaft - die Leasingverträge haben eine Laufzeit von vier Jahren.

Als Chartercarrier führt Sundair seit dem Sommer 2017 Flüge für Reiseveranstalter durch. "Wir arbeiten mit allen Großen und vielen Kleinen zusammen, auch mit Aida und Tui Cruises", berichtet Rossello. Schauinsland-Reisen ist zwar mit 50 Prozent an der Airline beteiligt, das bedeute aber nicht, dass der Duisburger Veranstalter auch das Gros der Kapazitäten abnehme. "Wir haben da ein ausgewogenes Verhältnis."

Von: cs
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