Suche nach MH370 nur noch unter Wasser

29.04.2014 - 17:28 0 Kommentare

Die Suche nach Wrackteilen der vermissten Malaysia-Airlines-Boeing an der Wasseroberfläche mit Flugzeugen und Schiffen ist im Indischen Ozean eingestellt worden. Derweil gibt es neue Hinweise 5000 Kilometer weiter nördlich.

Die Signale anormaler Konzentrationen von verschiedenen Materialien im Golf von Bengalen. - © © Georesonance -

Die Signale anormaler Konzentrationen von verschiedenen Materialien im Golf von Bengalen. © Georesonance

Mehr als sieben Wochen nach Verschwinden des Malaysia Airlines-Fluges MH370 soll die Suche nach dem Wrack nur noch unter Wasser fortgesetzt werden. Da es immer unwahrscheinlicher werde, Wrackteile an der Wasseroberfläche zu finden, solle im Indischen Ozean fortan nur noch mit Unterwassersonden gearbeitet werden, sagte der australische Premier Tony Abbott jetzt in Canberra. Flugzeuge fliegen ab sofort nicht mehr.

Die U-Boot-Drohne Bluefin-21 hat das Areal, in dem die Maschine vermutet wurde, allerdings mittlerweile vollständig abgescannt - ohne Erfolg. Dennoch sucht das U-Boot weiter in angrenzenden Gebieten. Die Suche rund 1700 Kilometer nordwestlich von Perth war abgesteckt worden, nachdem man akustische Signale empfangen hatte, die von der Blackbox des Passagierflugzeugs stammen könnten. Das letzte Signal wurde Anfang April vernommen.

Absturz 5000 Kilometer weiter nördlich?

Derweil gibt es neue Gerüchte, dass das Suchgebiet im südlichen Indischen Ozean vielleicht komplett falsch war. Eine australische Firma will das Wrack eines Flugzeugs im Golf von Bengalen geortet haben. 5000 Kilometer nördlich vom aktuellen Suchgebiet entfernt soll es laut Geosonance anormale Konzentrationen verschiedener Materialien am Boden vor der Küste von Bangladesch geben. Man habe den entsprechenden Bericht zur Kenntnis genommen, sagte der malaysische Verkehrsminister Hishamuddin Hussein am Dienstag. «Auch China und Australien kennen den Report», sagte er.

Die von der Firma veröffentlichten Sonarbilder zeigen in der Tat die Silhouette eines offenbar recht unzerstörten Flugzeugs. Allerdings stimmt der angebliche Fundort nicht mit den bisherigen Ermittlungen zu Flugdauer und Flugrichtung nach dem Verschwinden vom Militärradar oder den errechneten möglichen Positionen des letzten Satellitenkontakts überein:

Interaktive Karte

Tipps: Karte ziehen und zoomen, für Details Symbole anklicken, rechts oben klicken zum Vergrößern.

Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Trotz wochenlanger Suche gibt es bisher keine Hinweise auf das Wrack. Die malaysische Regierung will in dieser Woche einen Zwischenbericht zu der Suche vorlegen.

Von: dpa, airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Feuerlöscher am BER Erneut Bericht über Mängel am BER

    Nach dem TÜV stellt ein weiterer Bericht Risiken und Mängel beim BER fest. Das für die Terminplanung zuständige Ingenieurbüro RKS warnt laut mehrerer Medienberichte, der angestrebte Fertigstellungstermin im August 2018 sei "ohne frühzeitige Gegensteuerung bei den eintretenden Störungen stark gefährdet". Mindestens zehn Risiken lägen direkt auf oder dicht am "kritischen Weg", heißt es.

    Vom 27.11.2017
  • Amsterdam-Schiphol Störung behindert Flugverkehr in Amsterdam-Schiphol

    Eine technische Störung beim Verkehrskontrollsystem hat den Verkehr am Amsterdamer Flughafen Schiphol am Dienstagabend stark behindert. Die Ursache sei unklar, sagte der Flughafen. Allein die Fluggesellschaft KLM musste 50 Flüge annullieren.

    Vom 22.11.2017
  • Fluggastbrücken am Airport Düsseldorf. Airline haftet bei Sturz auf Passagierbrücke

    Stolpert ein Passagier auf der Fluggastbrücke, ist die Airline verantwortlich. Dies hat der BGH geurteilt und verwies ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf zurück. Nun muss ein Berufungsgericht den Fall prüfen.

    Vom 21.11.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus