Suche nach vermisstem Flug MH370 offiziell eingestellt

17.01.2017 - 14:05 0 Kommentare

Seit etwa drei Jahren ist sie verschollen: Die Boeing 777 von Malaysia Airlines (Flug MH370). Das Wrack konnte bisher nicht gefunden werden. Jetzt ist die Suche eingestellt worden.

Das Archivfoto aus dem Jahr 2014 zeigt die Royal New Zealand Air Force bei der Suche nach MH370. - © © dpa - Bildfunk - Rob Griffith

Das Archivfoto aus dem Jahr 2014 zeigt die Royal New Zealand Air Force bei der Suche nach MH370. © dpa - Bildfunk /Rob Griffith

Australien, Malaysia und China haben die Suche nach dem seit bald drei Jahren verschollenen Flug MH370 offiziell eingestellt. Das Wrack der vermissten malaysischen Passagiermaschine sei bei der Suche in einem 120.000 Quadratkilometer großen Gebiet im südlichen Indischen Ozean "nicht gefunden worden", teilten die drei Länder jetzt mit. Auch neue Informationen zur "genauen" Absturzstelle gebe es bislang nicht. Daher werde die Unterwassersuche eingestellt.

Die Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Experten vermuten, dass sie vom Kurs abwich und nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den südlichen Indischen Ozean stürzte.

Trotz intensiver und aufwändiger Suche wurde die Maschine bis heute aber nicht gefunden. Das australische Amt für Transportsicherheit (ATSB), das die gemeinsame Suche mit China und Malaysia geleitet hatte, war im Dezember in einem Bericht zu dem Ergebnis gekommen, dass die Maschine höchstwahrscheinlich weiter nördlich abgestürzt war.

© Geomar, Spaeth fragt: "Herr Villwock, wie können Meeresforscher bei der Flugzeugsuche unter Wasser helfen?"

Dennoch wollen die Regierungen von Malaysia, China und Australien keine neue Suche starten. Die drei Länder hatten bereits im Juli angekündigt, die Suche nicht mehr auszuweiten, solange es keine neuen "glaubhaften Hinweise" auf einen anderen Absturzort gebe.

Die internationale Opfervereinigung Voice370 vermutet schon seit längerem, dass in einem falschen Gebiet nach der verschollenen Maschine gesucht wurde. Sie rief die Regierungen von Malaysia, China und Australien nach der Veröffentlichung des ATSB-Berichts auf, die Suche auszuweiten. Dies seien sie allen Flugpassagieren "im Interesse der Flugsicherheit" schuldig.

Von: ch, AFP
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