Stuttgart fordert mehr Verkehrsrechte für VAE und China

02.10.2017 - 10:18 0 Kommentare

Aktuell verhandelt die EU die Verkehrsrechte mit Staaten wie China und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Bundesregierung solle sich für eine weitere Öffnung einsetzen, fordert nun Stuttgarts neue Flughafenchefin.

Arina Freitag, Geschäftsführerin der Flughafen Stuttgart GmbH. - © © dpa - Sebastian Gollnow

Arina Freitag, Geschäftsführerin der Flughafen Stuttgart GmbH. © dpa /Sebastian Gollnow

Die neue Chefin des Stuttgarter Flughafens, Arina Freitag, will bei der neuen Bundesregierung "energisch darauf pochen, dass ab Stuttgart künftig auch Maschinen nach China und in die Vereinigten Arabischen Emirate fliegen können."

"Wenn der Arbeitsauftrag an die EU-Kommission 2018 ausläuft, geht der Ball zurück an die einzelnen EU-Staaten - also könnte das Bundesverkehrsministerium bilateral [...] verhandeln und hierbei auch Stuttgart für die Maschinen öffnen."

Für Landerechte zwischen Deutschland und China sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten mit ihren Drehkreuzen wie Dubai und Abu Dhabi ist die EU-Kommission aktuell in Verhandlungen. Sie wurde von den Mitgliedstaaten beauftragt, sich bis 2018 mit zahlreichen Drittländern auf neue Rechte zu einigen.

Danach sieht es nach den Worten von Freitag aber nicht aus. Der Bedarf sei allerdings da, so Freitag: "Die Nachfrage ist erwiesenermaßen groß - Airlines wie Emirates würden sofort nach Stuttgart fliegen, wenn sie könnten."

© dpa, Gregor Fischer Lesen Sie auch: Deutsche Luftverkehrspolitik vor ungewisser Zukunft

Air Berlin hatte ihre Direktverbindung zwischen Stuttgart un Abu Dhabi kurz nach der Aufnahme wieder eingestellt. Auch für den Flughafen war der Rückzug eine Schlappe: Freitag-Vorgänger Georg Fundel hatte im vorausgegangenen Codeshare-Streit zwischen Air Berlin und dem Verkehrsministerium klar Stellung bezogen.

Von: dh mit dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Reisende stehen am Haupteingang des Flughafen Schiphol in Amsterdam (Archivfoto). Amsterdam darf Airlines nicht zum Umzug zwingen

    Der Flughafen Amsterdam operiert am Limit. Damit KLM weiter wachsen kann, baut die Schiphol-Group einen Ausweichflughafen und will Fluggesellschaften zum Umzug bewegen. Das machen aber weder die Airlines noch die EU-Kommission mit.

    Vom 14.05.2019
  • Lufthansa-Regional-Jet auf dem Vorfeld des Sylter Flughafen. "Sylt ist eine Qualitätsdestination"

    Interview Der Flughafen Sylt hat sich noch nicht vollständig von der Air-Berlin-Pleite erholt. Geschäftsführer Peter Douven spricht im airliners.de-Interview über die Wirtschaftlichkeit seines Flughafens, die neue Kassel-Route und welche Strecken noch Potenzial bieten.

    Vom 07.06.2019

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus