Finanzierung unklar

Stuttgart: Flughafenbahnhof teurer

07.11.2012 - 14:34 0 Kommentare

Aufgrund eines Bürgerentscheids streitet die Rot-Grüne Regierung nun über die Finanzierung der Mehrkosten des Anschlusses des Flughafenbahnhofs. Die Deutsche Bahn macht nun als Bauherr Druck.

Airbus A320 der Lufthansa auf dem Vorfeld des Flughafens Stuttgart

Airbus A320 der Lufthansa auf dem Vorfeld des Flughafens Stuttgart
© dpa - Uwe Anspach

Fluggäste im Terminal 1 des Stuttgarter Flughafens

Fluggäste im Terminal 1 des Stuttgarter Flughafens
© dpa, U. Anspach

Eine Lufthansa-Maschine in Stuttgart.

Eine Lufthansa-Maschine in Stuttgart.
© Flughafen Stuttgart

In der Frage der Finanzierung der Mehrkosten für die geänderte Variante des Flughafenbahnhofs beim Projekt "Stuttgart 21" macht die Bahn bei ihren Partnern Druck. "Sollte zwischen den Projektpartnern im Lenkungskreis am 21. Januar 2013 kein Einvernehmen zur Weiterverfolgung der Variante Flughafenstraße erzielt werden können, wird das Vorhaben auf Basis der bisherigen Vertragslage fortgesetzt werden müssen", schrieb der Technikvorstand der Bahn, Volker Käfer, wie die "Stuttgarter Nachrichten" und die "Stuttgarter Zeitung" berichten. Eine weitere Verschiebung der Planung wäre nicht vertretbar.

Der Flughafenbahnhof unter der Flughafenstraße ist das Ergebnis des von der grün-roten Landesregierung angestoßenen Filderdialogs. Die durch Bürgerbeteiligung gefundene Variate für den Bau unter der Flughafenstraße würde laut Bahn 224 Millionen Euro mehr kosten als die ursprünglich geplante Trasse der Bahn. Sie sieht unter anderem vor, dass der neu zu bauende Fern- und Regionalbahnhof am Flughafen dicht an die bestehende S-Bahn-Station heranrückt.

Die Opposition im Landtag forderte die Landesregierung auf, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. "Wer wesentliche Verbesserungen im Vergleich zur bisherigen Planung will, der muss sich auch an den Kosten beteiligen", sagten der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke und der Verkehrsexperte der Fraktion, Jochen Haußmann. Entweder werde jetzt konstruktiv gehandelt, oder die Grünen sollten ihre Beteiligungsträume beenden.  

Von: dapd
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