Airbus-Mitarbeiter bei der Übergabe des ersten A380 an Emirates © Airbus
In Deutschland hängen mehr als 18.000 Arbeitsplätze von der Geschäftstätigkeit der Fluggesellschaft Emirates ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Airline für den Standort Deutschland, die im Auftrag der Emirates vom Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellt und am Mittwoch in Frankfurt vorgestellt wurde. Den Untersuchungen des DLR zufolge belaufen sich die direkten Ausgaben der Emirates in Deutschland und die Ausgaben durch ausländische Touristen, die mit Emirates nach Deutschland fliegen, auf insgesamt mehr als 1,6 Milliarden Euro pro Jahr.
Die Studie „Emirates Airline und Deutschland: Der volkswirtschaftliche Nutzen für Deutschland aus der Geschäftstätigkeit von Emirates“ ist das Ergebnis sechsmonatiger Forschungsarbeiten eines Teams von Wissenschaftlern des DLR-Instituts für Flughafenwesen und Luftverkehr, das die volkswirtschaftlichen Auswirkungen bestehender Passagier- und Frachtflüge und möglicher zusätzlicher Verbindungen nach Berlin und Stuttgart untersucht hat. Aktuell erlaubt das bilaterale Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten der Fluggesellschaft Emirates, vier Ziele in Deutschland mit Passagierdiensten anzufliegen (Frankfurt, Hamburg, München und Düsseldorf). Die Studie untersucht sowohl die Auswirkungen der aktuellen und der möglichen zusätzlichen Emirates-Verbindungen auf die deutsche Volkswirtschaft als auch die Auswirkungen, die vom Erwerb von Flugzeugen, Triebwerken, Ersatzteilen sowie der Inanspruchnahme von Wartungsdienstleistungen durch Emirates ausgehen.
Prof. Dr. Johannes Reichmuth, Leiter des Instituts für Flughafenwesen und Luftverkehr: „Die DLR-Analyse zeigt, dass die deutsche Volkswirtschaft deutlich von der Geschäftstätigkeit von Emirates in Deutschland profitiert. Dieser volkswirtschaftliche Nutzen würde weiter steigen, wenn Emirates zusätzliche Verkehrsrechte für Verbindungen nach Berlin und Stuttgart erhalten würde.“
Des Weiteren bestätigten die Untersuchungen, dass das Wachstum von Airlines wie Emirates nicht zu einer Reduzierung bestehender Nonstop- oder Direktverbindungen deutscher Fluggesellschaften führte, sondern vielmehr zu einer verbesserten weltweiten Anbindung Deutschlands beitrug. Die Analyse der Passagierentwicklung zeigt zudem, dass Emirates die Nachfrage nach Flugreisen zwischen Deutschland und der östlichen Hemisphäre stimuliert hat. Daraus kann gefolgert werden, dass ein Großteil der Emirates-Passagiere zusätzliche Nachfrager sind, die nicht von anderen Airlines oder Hubs verlagert wurden. Der Luftverkehrsmarkt zwischen Deutschland und Zielen in der östlichen Hemisphäre (Süd- und Ostafrika, Asien, dem Nahen und Mittleren Osten sowie dem Südwestpazifik) ist allein zwischen 2005 und 2010 um 30 Prozent gewachsen. Der Marktanteil von Emirates hat sich in dieser Zeit von 7,5 auf 10,2 Prozent erhöht, der Marktanteil der deutschen Fluggesellschaften ist von 23 auf 24,5 Prozent gestiegen. Im ab Deutschland besonders volumenstarken Teilmarkt Nordostasien (z.B. China, Japan und Südkorea) ist der Marktanteil von Emirates mit 3,5 Prozent am geringsten. Mit gut 20 Prozent ist der Marktanteil von Emirates bei Zielen in der Region Südwestpazifik (z.B. Australien, Neuseeland) am höchsten. Diese Region wird von deutschen Fluggesellschaften nicht bedient.
Externer Link: Vollständige Studie sowie eine Zusammenfassung der DLR-Studie zu Emirates
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