Studie: Immer mehr Billigflüge zu immer geringeren Preisen

17.05.2019 - 15:13 0 Kommentare

Laut einer Studie des DLR sinken die Preise für Billigflüge. Gleichzeitig wird das Angebot kontinuierlich ausgebaut. Wizz Air hat durchschnittlich die niedrigsten Preise, Eurowings die höchsten.

Die sechs interessantesten europäischen Billigflieger (von oben links): Norwegian, Wizz Air, Ryanair, Easyjet, Transavia und Eurowings. - © © AirTeamImages.com, Montage: airliners.de - Alun Morris Jones, Carlo Marcora, Carlos Enamorado, Chris Jilli

Die sechs interessantesten europäischen Billigflieger (von oben links): Norwegian, Wizz Air, Ryanair, Easyjet, Transavia und Eurowings. © AirTeamImages.com, Montage: airliners.de /Alun Morris Jones, Carlo Marcora, Carlos Enamorado, Chris Jilli

Das Angebot von Billigflügen aus Deutschland ist einer Studie zufolge weiter gewachsen. Die Verbraucher können dabei trotz steigender Kerosinpreise auf weitere Preissenkungen hoffen.

Bei Testkäufen in diesem Frühjahr lag die Spanne bei den untersuchten Gesellschaften zwischen knapp 50 und 106 Euro pro Strecke, wie aus dem Low Cost Monitor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervorgeht. Ein Jahr zuvor waren noch zwischen 53 und 117 Euro fällig.

Die durchschnittlich günstigsten Tickets inklusive aller Gebühren und Steuern bot demnach die ungarische Wizz Air an, die bevorzugt nach Osteuropa fliegt und für den einfachen Flug im Schnitt 49,81 Euro verlangte.

Es folgen Easyjet mit durchschnittlich 55,62 Euro, Ryanair mit durchschnittlich 59,34 Euro und als teuerste erfasste Airline Eurowings mit 106,04 Euro.

Große Unterschiede bei den Preisen

Die Ticketpreise schwanken je nach Buchungszeitpunkt und Auslastung sehr stark. Im Einzelfall fanden die DLR-Forscher Tickets für 7,99 Euro bei Ryanair (Weeze-Stockholm und Hahn-Mallorca jeweils einen Monat vor Abflug).

Laut der Studie ist das Angebot aus Deutschland trotz der Air-Berlin-Pleite weiter gewachsen. In einer Woche im Januar waren mit 5320 Flügen rund 500 Low-Cost-Flüge mehr geplant als ein Jahr zuvor.

Mehr als die Hälfte wurde von der Lufthansa-Tochter Eurowings geflogen, es folgten die europäischen Marktführer Ryanair und Easyjet. Im Sommer wird noch wesentlich mehr geflogen: In einer Woche im Juli 2018 hatte die DLR 6750 Billigflüge gezählt.

Wenig Konkurrenz auf vielen Strecken

Die Zahl der angebotenen Strecken erhöhte sich um neun Prozent auf 699. Die Airlines gehen sich dabei immer noch gezielt aus dem Weg: Auf neun von zehn Verbindungen ist jeweils nur eine Gesellschaft aktiv. Echte Konkurrenz von mehr als zwei Billig-Airlines herrschte nur auf zehn Strecken vorzugsweise nach Mallorca und Barcelona.

© Airline-Webseiten, Screenshot-Kollage airliners.de Lesen Sie auch: Was kostet eigentlich ein Flug? (1) Aviation Management

Im Winter machen die innerdeutschen Strecken mit 36 Prozent mehr als ein Drittel aller Abflüge bei den Low-Costern aus. Auf den Plätzen folgen Spanien und Großbritannien vor dem Aufsteiger Italien, das immer häufiger angeflogen wird.

Die meisten Billig-Angebote gibt es von Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Köln. Auch an den großen Drehkreuzen Frankfurt und München wächst das Angebot, während an kleineren Regionalflughäfen wie Weeze oder Hahn das Angebot reduziert wurde.

Von: hr, dpa
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