Studie: Bayern sind mit Flughafen Salzburg mehrheitlich zufrieden

09.08.2013 - 11:45 0 Kommentare

Salzburger und Bayern sind mit dem Flughafen in der österreichischen Stadt sehr zufrieden. So lautet zumindest das Fazit einer Studie, deren Ergebnisse der Airport jetzt veröffentlicht hat.

Blick auf das Vorfeld des Flughafens Salzburg - © © Flughafen Salzburg -

Blick auf das Vorfeld des Flughafens Salzburg © Flughafen Salzburg

Fluglärm scheint für den Flughafen Salzburg kein großes Problem zu sein. 83 Prozent der befragten Salzburger gaben in einer Befragung an, dass sie der Fluglärm wenig bis gar nicht stört. In den Umlandgemeinden der österreichischen Stadt fiel das Ergebnis mit 87 Prozent im Norden und 86 Prozent im Süden sogar noch besser aus. Und auch bei den befragten Bayern gaben zu 70 Prozent an, sich kaum gestört zu fühlen - ein für den Flughafen guter Wert, wie der Airport zur Vorstellung der Studie einschätzte.

Insgesamt zeigten sich die Bayern mit „ihrem“ Flughafen in Salzburg zu 90 Prozent "zufrieden" bis "sehr zufrieden" und vergaben die Durchschnittsnote 1,8. Entscheidend waren dabei die schnelle Erreichbarkeit (71 Prozent) und die kurzen Verkehrswege von Bayern zum Airport (70 Prozent).

Ein Grund für die Studie ist anhaltender Streit um Fluglärm, der auch die deutsche Politik beschäftigt. Bewohner des oberbayerischen Freilassing fühlen sich von den An- und Abflügen des nahen Flughafens Salzburg gestört. Mit Klagen auf deutscher und österreichischer Seite wollten Anwohner des Salzburger Flughafens ihre Forderung nach weniger Flugbewegungen durchsetzen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte sogar mit einer Flugbeschränkung für das deutsche Hoheitsgebiet gedroht.

Für die Studie des Salzburger Flughafens waren mehr als 1.500 repräsentativ ausgewählte Befragte – davon allein in Bayern 300 – vom Salzburger Institut für Grundlagenforschung im Mai und Juni diesen Jahres ausgewählt und telefonisch kontaktiert worden.

Wie austranaviation.net jetzt berichtet, scheint die "Fluglärmposse um den Flughafen Salzburg" kein Ende zu nehmen. Zwar hatte Ramsauer bereits im Mai 2011 angekündigt, dass die Bundesregierung einseitige Maßnahmen auf deutscher Seite prüfen werde, sollte es auf österreichischer Seite bei der Lärmreduzierung keine Fortschritte geben. Jetzt ruderte der Verkehrsminister nun wieder teilweise zurück und erklärte einem ORF-Bericht zufolge, dass keine Absicht zur Aufkündigung des bestehenden Staatsvertrags bestehen würde.

Einzig und allein eine Aufteilung zwischen Salzburg und Freilassing im Verhältnis 70:30 wäre sein Ziel. Momentan werden Südanflüge allerdings nur selten bei Sichtflugbedingungen durchgeführt. Aus geografischen Gründen verfügt Piste 33 über kein ILS. Derzeit wird ein RNP-Verfahren getestet, jedoch führt momentan in Salzburg nur Air Berlin mit Maschinen des Typs Boeing 737 solche Anflüge durch. Der Löwenanteil der ab Salzburg operierenden Charterairlines erfüllt diese Vorgabe allerdings nicht.

Die erlassene Verordnung sieht vor, dass eine Mindestflughöhe von 7.000 Fuß über Freilassing einzuhalten ist. Damit sollen Anflüge über die Norden nicht mehr möglich sein. Diese umstrittene Verordnung soll nach der im September anstehenden Bundestagswahl in Kraft treten und bedarf noch der Zustimmung der EU.

Im vergangenen Jahr nutzten rund 1,7 Millionen Passagiere den Salzburger Flughafen. Davon entfielen rund 1,1 Millionen auf den Linienverkehr. Das entspricht einem Minus von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2011. Auch der Charterverkehr ging zurück: 563.000 Passagiere entsprechen einem Rückgang um 2,9 Prozent.

Von: airliners.de mit austrianaviation.net
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