Streit zwischen Emirates und Air Canada

11.03.2010 - 18:53 0 Kommentare

Zwischen Emirates und Air Canada ist ein heftiger Streit entbrannt. Während Emirates weiter in den kanadischen Markt drängen will, versucht Air Canada, ihr Revier zu verteidigen.

Airbus A330 der Emirates - © © AirTeamImages.com -

Airbus A330 der Emirates © AirTeamImages.com

Emirates' Ambitionen, verstärkt den kanadischen Markt zu bedienen, haben bei Air Canada großen Unmut ausgelöst. Die in Dubai beheimatete Airline will ihre Toronto-Verbindung auf tägliche Flüge aufstocken und neue kanadische Ziele wie Vancouver oder Calgary in den Flugplan aufnehmen.

Dadurch könnte man in Kanada rund 2.800 neue Arbeitsplätze schaffen. Zudem erhöhe sich die Wirtschaftsleistung um 480 Millionen Kanadische Dollar (rund 342,6 Millionen Euro), argumentiert Emirates.

Diese Schätzungen tat Air-Canada-CEO Calvin Rovinescu als „Märchen“ ab. Der Markt für Flüge zwischen Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten habe sich noch nicht so weit entwickelt, dass höhere Kapazitäten gerechtfertigt seien, erklärte Rovinescu am Dienstag in einer Rede vor dem Vancouver Board of Trade.

Rovinescu monierte, Emirates wolle den kanadischen Markt mit neuen Kapazitäten „überfluten“ und somit Langstreckenpassagiere abwerben und auf Verbindungen über Dubai umleiten.

Emirates kontert, die kanadische Airline profitiere von protektionistischen Regelungen, die ein stärkeres Engagement von Emirates verhinderten. Die Verlierer seien die Kunden, „wenn der Wettbewerb eingeschränkt wird, um den Nationalcarrier zu schützen“, sagte Andrew Parker, Senior Vice-President of International Affairs von Emirates.

Bisher fliegt Emirates dreimal wöchentlich von Dubai nach Toronto. Die arabische Airilne verhandelt Medienberichten zufolge weiter mit den kanadischen Behörden über die Ausweitung ihrer Flugrechte.

Auch in Deutschland will Emirates ihr Streckenportfolio ausbauen und stößt dabei auf Widerstand. Neben Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg will die Airline bereits seit Jahren auch Stuttgart und Berlin anfliegen. Bilaterale Vereinbarungen verhindern eine Ausweitung des Emirates-Engagements allerdings. Zuletzt hatte Deutschland sogar günstige Businessclass-Tarife der Emirates unterbunden.

Von: airliners.de
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