Stadt Coburg bindet sich langfristig an Flugplatz-Projekt

07.10.2015 - 10:00 0 Kommentare

30 Millionen Euro sollen in den Coburger Flugplatz investiert werden. Projekt-Gegner wollten die Stadt zum Ausstieg zwingen - eine Stadtratsentscheidung dürfte ein Bürgerbegehren jedoch hinfällig gemacht haben.

Menschen sitzen auf dem Flugplatz Steinrücken bei Coburg (Bayern) vor dem Tower und einem Hangar. - © © dpa - David Ebener

Menschen sitzen auf dem Flugplatz Steinrücken bei Coburg (Bayern) vor dem Tower und einem Hangar. © dpa /David Ebener

Die Stadt Coburg kann in den kommenden zehn Jahren nicht mehr aus der Projektgesellschaft für einen neuen Verkehrslandeplatz aussteigen. Eine Stadtratsmehrheit hat jetzt in einer Sondersitzung eine Satzungsänderung beschlossen, wonach sich die Projektpartner bis 2025 an die Gesellschaft binden.

Hinfällig dürfte dadurch ein Bürgerbegehren werden, das die Gegner des Flugplatzes initiiert hatten. Sie wollten dadurch die Stadt zum Ausstieg aus der Finanzierung und der Planung des Vorhabens zwingen. Mit der neuen Satzung ist allerdings ein vorzeitiges Ausscheiden nicht mehr möglich. Und über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens hatte der Stadtrat noch nicht abgestimmt, da die notwendigen Unterschriften erst am Wochenanfang abgegeben worden waren.

Neben der Stadt gehören noch Wirtschaftsunternehmen, der Aero-Club Coburg sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) zur Projektgesellschaft. Der Flugplatz soll rund 30 Millionen Euro kosten. Die Gegner halten das Projekt für unnötig und zu teuer. Aus Sicht der Befürworter ist der bisherige Coburger Landeplatz zu klein. Die Wirtschaft in der Region sei auf einen modernen Flugplatz angewiesen.

 © dpa, David Ebener Lesen Sie auch: Flughafen Coburg steht vor dem Aus

Offen ist allerdings nach wie vor, ob die Pläne von den Behörden auch so genehmigt werden. Die Deutsche Flugsicherung hatte den geplanten Standort allerdings als ungeeignet eingestuft. Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte aber die Prüfung von möglichen Ausnahmeregeln an. "Ein Verkehrslandeplatz in Coburg am Standort Meeder-Neida wird in einem nächsten Schritt unter den Aspekten der Sicherheit noch einmal unter die Lupe genommen", teilte er Ende September mit. Inzwischen finden Gespräche über Ausnahmeregeln statt.

Von: ch, dpa
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