Streiktermin der Lufthansa-Piloten ist weiterhin unklar

15.11.2016 - 12:02 0 Kommentare

Über dem Flugplan der Lufthansa schwebt die erneute Streikdrohung der Piloten. Einen konkreten Termin gibt es aber noch nicht. Beide Seiten sprechen derzeit nicht miteinander.

Ein Pilot der Lufthansa trägt einen Streik-Button. - © © dpa - Boris Roessler

Ein Pilot der Lufthansa trägt einen Streik-Button. © dpa /Boris Roessler

Nach der Ankündigung eines erneuten Pilotenstreiks herrscht zwischen der Lufthansa und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) Funkstille. Es habe bislang weder neue Gesprächskontakte noch eine konkrete Streikankündigung gegeben, sagte ein Lufthansa-Sprecher jetzt in Frankfurt.

"Es gibt von unserer Seite nichts Neues", erklärte auch VC-Sprecher Markus Wahl. Die Gewerkschaft hatte am Montag die Gehaltsverhandlungen mit der Lufthansa für gescheitert erklärt und einen erneuten Streik angedroht, ohne einen genauen Termin zu nennen. Es bleibe bei einer Ankündigungsfrist von 24 Stunden.

Die Lufthansa sieht sich nach bislang 13 Streikrunden der Piloten gerüstet für den nächsten Ausstand. Allerdings könnten noch keine konkreten Vorbereitungen getroffen werden, solange man Umfang und Ziel des Streiks nicht kenne, meinte der Unternehmenssprecher. Er kritisierte erneut, dass die VC das Angebot einer Schlichtung nicht wahrnehme.

© dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Gewerkschaft kündigt neuen Pilotenstreik bei der Lufthansa an

Anlass für die Streikankündigung sind gescheiterte Verhandlungen zu den Gehältern der rund 5400 Kapitäne und Co-Piloten bei der Lufthansa-Kerngesellschaft, der Lufthansa Cargo und der Germanwings. Seit April 2014 hat die Gewerkschaft bereits 13 Streiks bei der Lufthansa veranstaltet. Im Sommer hatte sich das Unternehmen mit der Gewerkschaft in einer Schlichtung unter dem SPD-Politiker Matthias Platzeck erfolgreich für das Kabinenpersonal geeinigt.

Die Gewerkschaft fordert über einen Zeitraum von fünf Jahren jährliche Gehaltserhöhungen von insgesamt 22 Prozent. Lufthansa hat nach eigenen Angaben ein Lohnplus von 2,5 Prozent bis Ende 2018 angeboten. Die VC bezeichnete das Angebot wegen der Teuerung als Nullrunde, die zu Reallohnverlusten führen würde.

Von: ch, dpa
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