Strand-Treibgut stammt nicht von verschollener Boeing

24.04.2014 - 10:32 0 Kommentare

Erneut wurde die Hoffnung auf Hinweise im Fall der verschwundenen Malaysia-Airlines-Boeing enttäuscht: An der Küste Australien entdecktes Metall-Treibgut stammt nicht von der verschollenen Boeing.

Eine Frau betet in Malaysia für die Opfer vom Flug MH370. - © © dpa - EPA/AZHAR RAHIM

Eine Frau betet in Malaysia für die Opfer vom Flug MH370. © dpa /EPA/AZHAR RAHIM

Das an der Westküste Australiens angespülte Treibgut gehört nach offiziellen Angaben nicht zu dem seit mehr als einem Monat verschollenen Malaysia-Airlines-Flugzeug. Wie die Behörde ATSB am Donnerstag mitteilte, ist es «sehr unwahrscheinlich», dass es sich dabei um Teile der verschwundenen Maschine handelt. Dies habe die Auswertung von Fotos ergeben. Der Fund des Treibgutes rund 320 Kilometer südlich der Stadt Perth hatte am Mittwoch Hoffnungen auf eine Spur zu der seit dem 8. März verschollenen Boeing geweckt.

Die U-Boot-Suche nach dem Wrack in der vermuteten Absturzregion blieb bislang erfolglos. Das U-Boot Bluefin-21 habe etwa 80 Prozent des Gebiets abgesucht, teilte das Koordinationszentrum mit. «Wir müssen die Suche womöglich überdenken, aber wir werden nicht stoppen bis wir alles uns Mögliche getan haben, um dieses Rätsel zu lösen», sagte Abbott. Nach seinen Angaben ist die mögliche Absturzzone rund 1700 Kilometer nordwestlich von Perth etwa 700 Kilometer lang und 80 Kilometer breit.

© Bluefin Lesen Sie auch: U-Boot-Suche nach MH370 weiter erfolglos

Experten schließen nicht aus, dass das Wrack an einer Meeresstelle liegt, die deutlich tiefer als 4500 Meter ist. Das U-Boot Bluefin-21 kann nicht wesentlich tiefer tauchen. Es könnten aber andere U-Boote eingesetzt werden. Eines davon hat das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel: «Abyss» kann 6000 Meter tief tauchen. Die Kieler waren auch an der Suche nach dem 2009 im Atlantik abgestürzten Air-France-Flugzeug beteiligt. Das Wrack wurde nach zwei Jahren gefunden.

Die Malaysia-Airlines-Boeing verschwand vor mehr als sechs Wochen eine Stunde nach dem Start in Kuala Lumpur. Nach der Analyse von Satellitensignalen glauben die Ermittler, dass sie noch mehr als sieben Stunden weiter in Richtung Süden flog und abstürzte, als der Treibstoff ausging. Was sich an Bord zutrug, liegt bislang völlig im Dunkeln. Aufschluss kann nur die Blackbox geben, die technische Daten und Gespräche im Cockpit aufzeichnet.

Von: dpa
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