Start für Verhandlungen über Lärmobergrenze am Flughafen Frankurt

12.10.2016 - 17:19 0 Kommentare

Die hessische Landesregierung will eine Lärmobergrenze für den Flughafen Frankfurt einführen. Die Verhandlungen dazu beginnen jetzt. Der Branchenverband BDL lehnt die Pläne grundsätzlich ab und nennt dafür Gründe.

Tarek Al-Wazir, der hessische Wirtschaftsminister (Bündnis/ 90/Die Grünen).  - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Tarek Al-Wazir, der hessische Wirtschaftsminister (Bündnis/ 90/Die Grünen). © dpa /Frank Rumpenhorst

Die Verhandlungen mit der Luftverkehrswirtschaft über die geplante Lärmobergrenze für den Frankfurter Flughafen beginnen an diesem Mittwoch. Das teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) im Landtag in Wiesbaden mit. Beteiligt seien neben dem Ministerium und der Luftverkehrsindustrie auch die Fluglärmkommission und das Forum Flughafen und Region.

Ziel sei, Entwicklung des Flughafens zu ermöglichen und zugleich den Lärm zu begrenzen. "Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass wir bei den jetzt anstehenden Verhandlungen zu einer einvernehmlichen und verbindlichen Vereinbarung kommen", sagte Al-Wazir einer Mitteilung zufolge. Sollte es zu keiner Vereinbarung kommen, werde die Betriebsgenehmigung für den Flughafen im Sinne der Lärmobergrenze geändert.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirschaft (BDL) erneuerte seine Kritik und lehnt eine Lärmobergrenze grundsätzlich ab. "Die Pläne der schwarz-grünen Regierungskoalition zur Einführung einer kapazitätsbeschränkenden Lärmobergrenze würden die Planungs- und Investitionssicherheit des Flughafens und der dort operierenden Unternehmen torpedieren", teilte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow mit.

Mit der Obergrenze soll der Lärm gedeckelt werden auf einen Wert, der den heutigen "nicht wesentlich" überschreitet. Sollte die Grenze zwei Jahre hintereinander nicht eingehalten werden, werde die Zahl der Flugbewegungen eingefroren, hatte Al-Wazir bei der Vorstellung des Konzepts vor rund zwei Wochen erklärt.

Von: dpa, gk
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