IATA-Bericht

Starker Rückgang bei Passagieren und Luftfracht im November

30.12.2008 - 15:39 0 Kommentare

Die Fluggesellschaften haben im November im dritten Monat in Folge weniger Passagiere und Fracht transportiert. Das Passagieraufkommen sank im Vergleich zum November 2007 um 4,6 Prozent, das Frachtaufkommen sogar um 13,5 Prozent, wie der Branchenverband IATA am Dienstag in Genf mitteilte.

Die Kapazitäten seien im Passagierbereich weltweit um ein Prozent reduziert worden. Die Auslastung der Maschinen habe im Schnitt bei 72,7 Prozent gelegen. Im vierten Quartal seien "schwere Verluste" zu erwarten, erklärte IATA-Chef Giovanni Bisignani. Mit Flugzeugen werden zahlreiche Güter transportiert - ihr Wert macht 35 Prozent des Gesamthandelswertes aus. Der starke Rückgang im Frachtaufkommen sei "schockierend", erklärte Bisignani. Dies zeige, wie schnell der Welthandel derzeit schrumpfe und sich die Wirtschaftskrise verschlimmere.

Internationaler Passagierverkehr im November:

Vom Rückgang im Passagierverkehr seien die Fluggesellschaften aus dem Asien/Pazifik-Raum am stärksten betroffen gewesen, teilte die IATA weiter mit. Das Passagieraufkommen in der Region sank im November um 9,7 Prozent (nach einem Rückgang um 6,1 Prozent im Oktober). Im Raum Asien/Pazifik wurden die Kapazitäten mit -5,1 Prozent am stärksten reduziert. Nordamerikanische Fluggesellschaften verzeichneten ein um 4,8 Prozent geringeres Passagieraufkommen und europäische Airlines beförderten 3,4 Prozent weniger Passagiere.

Besser erging es im November den Fluggesellschaften aus Afrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika. Afrikanische Airlines verzeichneten aufgrund eines stärkeren innerafrikanischen Luftverkehrs lediglich einen Rückgang des Passagieraufkommens um 1,6 Prozent (gegenüber dem starken Abfall um 12,9 Prozent im Oktober), so die IATA. Im Nahen Osten (+5,6 Prozent) und in Lateinamerika (+3,3 Prozent) sei der Luftverkehr im November weiter gewachsen, wenn auch weniger stark als in den Vormonaten.

Internationaler Luftfrachtverkehr im November:

Das weltweite Luftfrachtaufkommen sank noch stärker als das Passagieraufkommen. Am stärksten betroffen waren die Fluggesellschaften im Asien/Pazifik-Raum: Sie beförderten im November 16,9 Prozent weniger Luftfracht als im Vorjahresmonat. Lateinamerikanische (-15,7 Prozent), Nordamerikanische (-14,4 Prozent) und Europäische Airlines (-11,0 Prozent) verzeichneten ebenfalls ein deutlich geringeres Cargo-Aufkommen.

Auch im Nahen Osten sank das Luftfrachtaufkommen um 1,6 Prozent, nachdem die dortigen Airlines im Oktober noch ein Wachstum von einem Prozent gemeldet hatten. Lediglich die afrikanischen Fluggesellschaften verzeichneten im November ein steigendes Cargo-Aufkommen: Das Wachstum im Luftfrachtsegment betrug dort 2,2 Prozent (gegenüber 3,0 Prozent im Oktober).

Effizienzsteigerungen unumgänglich

Die IATA erwartet nach eigenen Angaben, dass sich dieser Trend aufgrund der Wirtschaftskrise über den Dezember hinaus auch im Jahr 2009 fortsetzen wird. Die Kapazitätenreduzierungen der Airlines haben bislang nicht mit der sinkenden Nachfrage Schritt gehalten. „Effizienzsteigerungen in allen Bereichen werden 2009 das Thema sein“, prognostiziert Bisignani.

Von: airliners.de, AFP
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