Verschobenen Flug nicht angetreten - Entschädigung fällig

08.08.2017 - 17:10 0 Kommentare

Ein Flug wird verschoben, doch der Passagier tritt ihn nicht an. Auch in so einem Fall steht dem Fluggast eine Ausgleichszahlung zu, entschied ein Gericht. Es begründete seine Haltung.

Ein Passagier am Frankfurter Flughafen. - © © dpa - Arne Dedert

Ein Passagier am Frankfurter Flughafen. © dpa /Arne Dedert

Ein Passagier muss einen erheblich verspäteten Flug nicht antreten, um eine Entschädigung zu erhalten. Das entschied das Amtsgericht Hamburg (Az.: 12 C 328/15), berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift "ReiseRecht aktuell".

In dem verhandelten Fall ging es um einen Flug von Amsterdam nach Hamburg. Dieser wurde auf den Folgetag verschoben. Der betroffene Passagier nahm den Flug nicht mehr wahr. Er musste aus beruflichen Gründen früher in Hamburg sein. Von der Airline verlangte er eine Entschädigung von 250 Euro. Die Fluggesellschaft wollte nicht zahlen - der Mann habe den verspäteten Flug ja nicht angetreten.

Das musste er allerdings auch nicht, so das Gericht. Die Zahlung diene dem Ausgleich verspätungsbedingter Unannehmlichkeiten. Diese entstünden auch, wenn schon vor dem Abflug klar sei, dass sich der Flieger um mehr als drei Stunden verspäten wird. Das gilt unabhängig davon, ob ein Passagier noch mitfliegt oder nicht.

© dpa, Hannibal Hanschke Lesen Sie auch: Verspätung wegen Passagieren mit Flugangst - Entschädigung fällig

Von: ch, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Flugbegleiterinnen von Sun Express. Kampf um Sun-Express-Betriebsrat geht weiter

    Die Mitarbeiter von Sun Express Deutschland dürfen vorerst keinen Betriebsrat wählen. Die Airline hat eine einstweilige Verfügung erwirkt. Doch VC und Ufo wollen die Sache bis zur letzten Instanz ausfechten.

    Vom 19.04.2018
  • Ein Airbus A321 in der Bemalung der ehemaligen Niki. Aktuell fliegt die Maschine für Lauda Motion. Lufthansa will Niki-Jets für Eurowings zurück

    Es geht um neun Maschinen: Lufthansa beendet die Leasing-Verträge mit Lauda Motion. Denn die Österreicher sind wohl mit Zahlungen im Rückstand. Indes erhebt Neu-Eigentümerin Ryanair schwere Vorwürfe.

    Vom 13.07.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus