Spanischer Flughafenbetreiber Aena will an die Börse

10.03.2014 - 11:24 0 Kommentare

Die spanische Regierung will ihren Mehrheitsanteil am Flughafenbetreiber Aena Aeropuertos verkaufen. Durch die angestrebte Börsennotierung verspricht sich der Fraport-Konkurrent bessere Chancen für weitere Expansionen.

Tower am Flughafen Madrid-Barajas - © © AirTeamImages.com - I. Jorda

Tower am Flughafen Madrid-Barajas © AirTeamImages.com /I. Jorda

Spaniens staatlicher Flughafenbetreiber Aena Aeropuertos strebt an die Börse. Die spanische Regierung wolle 60 Prozent ihrer Anteile verkaufen, sagte Aena-Chef José Manuel Vargas dem "Wall Street Journal". Der Gang auf das Parkett könne bereits in den nächsten Monaten erfolgen.

Zu einer genauen Unternehmensbewertung wollte sich Vargas nichts entlocken lassen. Aena spiele aber in einer Liga mit der deutschen Fraport AG oder dem französischen Konkurrenten Aeroports de Paris. Danach dürfte Aena mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet werden, hat die Zeitung berechnet. Das Unternehmen hatte im vergangen Jahr einen operativen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro. Fraport und Aeroports de Paris würden derzeit mit dem 7,5-fachen ihres Gewinns bewertet.

Durch die Börsennotierung verspricht sich Unternehmenschef Vargas bessere Chancen für eine Expansion in Lateinamerika und im europäischen Ausland. Als Staatsunternehmen sei das schwierig, denn kein Land wolle seinen Flughafen oder seine Infrastruktur von einer anderen Nation kontrolliert wissen, sagte er.

Aena betreibt derzeit 46 Flughäfen in Spanien. Im Ausland hält der Konzern kleinere Beteiligungen an 24 Flughäfen. Als Betreiber fungiert Aena nur beim Airport London Luton.

Von: dpa-AFX
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