Sozialmonitoring soll Entwicklungen rund um Flughafen Frankfurt analysieren

19.01.2017 - 10:09 0 Kommentare

Die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung rund um den Flughafen Frankfurt wird ab sofort analysiert. Die Anliegerkommunen erhoffen sich von der neutralen Großstudie transparente Entscheidungsgrundlagen.

Ein Flugzeug der Lufthansa rollt von der Landebahn Nordwest in Frankfurt am Main über die Autobahnbrücke.  - © © dpa - Fredrik von Erichsen

Ein Flugzeug der Lufthansa rollt von der Landebahn Nordwest in Frankfurt am Main über die Autobahnbrücke. © dpa /Fredrik von Erichsen

Mit einem Sozialmonitoring beobachtet das hessische Umwelt- und Nachbarschaftshaus (UNH) ab sofort die sozialräumliche Entwicklung im Umfeld des Frankfurter Flughafens. Das Monitoring soll die Auswirkungen des Flughafens auf die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung analysieren.

In die Studie fließen dazu unter anderem Daten der Bundesagentur für Arbeit, des Statistischen Bundesamtes sowie des Statistischen Landesamtes ein. Auch Befragungen von Bürgern sind geplant. Erhoben werden darüber hinaus alle Arbeitsplätze am Frankfurter Flughafen.

Monitoring soll transparente Entscheidungsgrundlagen liefern

Ein Sozialmonitoring sei ein Instrument moderner kommunaler Sozialplanung, erörtert das UNH auf seiner Webseite. Basis sei eine langanhaltende genaus Beobachtung der Siedlungsgebiete. In den zu untersuchenden Gebieten zeige das Verfahren dann Zustände im Zeitverlauf und liefere so transparente Entscheidungsgrundlagen.

Mit Informationen füttern werden das Sozialmonitoring eine Forschungsgruppe des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen an der Georg-August-Universität (SOFI) und die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) in Osnabrück.

Verwaltungsgrenzen und Teilnahme am Sozialmonitoring. Foto: © UNH

Großstudie mit 50 Anliegerkommunen

Das UNH als Auftraggeber des Monitorings ist eine Einrichtung des Landes Hessen. Laut Satzung ist es zu Neutralität und Transparenz verpflichtet und vermittelt "vor dem Hintergrund der besonders konfliktträchtigen Situation" rund um den Flughafen zwischen allen Konfliktparteien.

Nach der NORAH-Lärmstudie ist das Sozialmonitoring die nächste Flughafen-Großstudie in der Region. An dem Monitoring sind etwa 50 Kommunen im Umfeld des Flughafens beteiligt. Erste Ergebnisse sollen Ende 2017 vorliegen.

© dpa, Arne Dedert Lesen Sie auch: Studie zeigt weniger Gesundheitsrisiken durch Lärm

Von: dh mit dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Ein Passagierflugzeug fliegt über Wohnhäuser bei Flörsheim in der Nähe des Frankfurter Flughafens hinweg. Hessische Kommunen sollen weiter Fluglärm-Entschädigung bekommen

    Hessen will Kommunen weiter finanziell entschädigen, die besonders vom Lärm am Frankfurter Flughafen betroffen sind. Die Planung soll bis zum Jahr 2021 gelten. Die Mittel stammen aus den Dividendeneinnahmen des Landes für die Aktienanteile an der Fraport AG.

    Vom 27.09.2017
  • Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gibt eine Erklärung zum Absturz der Germanwings-Maschine ab. Dobrindt bekundet erneut Tegel-Sympathie

    Noch vier Tage bis zur Wahl: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) widerspricht erneut der Meinung BER-Gesellschafter zur Zukunft des Cityairports Tegel. In der damaligen Planung sieht er eine Fehleinschätzung.

    Vom 20.09.2017
  • Flugzeuge von Air Berlin und Lufthansa in Düsseldorf. Mit dem Lufthansa-Monopol droht ein Passagierrückgang

    Apropos (20) Wie entwickelt sich der innerdeutsche Luftverkehr nach der Air-Berlin-Aufteilung? Verkehrsexperte Manfred Kuhne untersucht zwei Szenarien. Die Folgen auf die Passagierzahlen könnten unterschiedlicher nicht sein.

    Vom 27.09.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus