Sondersitzung des Flughafen-Ausichtsrats im Streit um Regierungsterminal

04.03.2016 - 11:02 0 Kommentare

Dieses Terminal wird noch später kommen als der neue Hauptstadtflughafen BER: Um den Regierungsflughafen gibt es weiter Streit zwischen dem Betreiber und dem Bund - seinem Miteigentümer.

Blick auf das Terminal D (links) und das Terminal A am Flughafen in Schönefeld. Vor dem Terminal D soll das künftige Regierungsterminal entstehen. - © © dpa - Bernd Settnik

Blick auf das Terminal D (links) und das Terminal A am Flughafen in Schönefeld. Vor dem Terminal D soll das künftige Regierungsterminal entstehen. © dpa /Bernd Settnik

Im Streit um den neuen Regierungsairport tritt der Aufsichtsrat der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft am Freitag, 11. März, zu einer Sondersitzung zusammen. Die Berliner Senatssprecherin Daniela Augenstein bestätigte am Freitag eine entsprechende Information der "Bild"-Zeitung und der "Berliner Morgenpost". Auf den Termin hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gedrungen. In dem Streit geht es um den genauen Standort des künftigen Regierungsterminals auf dem Gelände des neuen Hauptstadtflughafens.

Vereinbart ist mit dem Bund, dass der Protokollbereich für Staatsgäste auf dem Vorfeld des bisherigen Flughafens gebaut wird. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld braucht aber wegen steigender Passagierzahlen den Platz und schlägt einen Standort 800 Meter weiter westlich vor.

Die Flughafengesellschaft gehört zu 26 Prozent dem Bund. Berlin und Brandenburg halten je 37 Prozent.

© dpa, Lesen Sie auch: Regierungsterminal am BER sorgt für offenen Streit

Zwar hatte der Bund sich im vergangenen Jahr bereiterklärt, Staatsgäste vorübergehend in einem Interimsbau auf der abseits des Vorfelds gelegenen Ramp 1 zu empfangen, damit wegen der steigenden Passagierzahlen auch nach dem Start des neuen Hauptstadtflughafens für eine Weile noch Fluggäste in den alten Schönefelder Terminals abgefertigt werden können. Bedingung war jedoch, dass der Protokollbereich spätestens nach fünf Jahren in das eigentliche Regierungsterminal umziehen kann.

Flughafenchef Karsten Mühlenfeld hält diese Frist aber für zu kurz. Der Streit dreht sich auch darum, wie der Interimsbau ausgestattet sein muss und wie hoch die Miete für den Bund sein soll. Der Hauptstadtflughafen soll im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen.

Allerdings wollen sich die Verantwortlichen nicht definitiv auf eine Eröffnung im Jahr 2017 festlegen: Ihm sei es wichtig, "dass wir wegkommen von irgendwelchen willkürlich gesetzten Terminen, von irgendeinem Druck, der aufgebaut wird, hin zu einem seriösen Abarbeiten aller Dinge", hatte der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) als Aufsichtsratschef nach der jüngsten Sitzung des Kontrollgremiums gesagt.

Von: gk, dpa
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