Software-Probleme bei Flugsicherung sorgen weiter für Verzögerungen

22.03.2019 - 17:29 0 Kommentare

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat Probleme mit einer von ihr eingesetzten Software im Center Langen noch nicht im Griff. Am Freitag kam es vielerorts erneut zu Verspätungen und Annulierungen.

Kontrollzentrum der Flugsicherung in Langen - © © dpa - Marius Becker

Kontrollzentrum der Flugsicherung in Langen © dpa /Marius Becker

Reisende am Frankfurter Flughafen bekommen die Software-Probleme der Deutschen Flugsicherung zunehmend zu spüren. Bis 15 Uhr gab es am Freitag am größten deutschen Airport rund 50 Annullierungen bei mehr als 1400 geplanten Flugbewegungen, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport sagte. Darüber hinaus kam es zu Verzögerungen. Der Flugverkehr sei stärker beeinträchtigt worden als am Vortag.

Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) konnte der Luftraum über weiten Teilen Deutschlands auch am Freitag 25 Prozent weniger Passagierflüge aufnehmen als sonst. Es könne weiterhin zu Verspätungen und Flugabsagen kommen, erklärte eine Sprecherin der bundeseigenen Gesellschaft.

Beeinträchtigungen seien am Freitag in Stuttgart registriert worden, in Köln-Bonn seien sie minimal gewesen. Keine Auswirkungen habe es am Airport in Düsseldorf gegeben.

Man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung des Problems, diese sei aber leider kurzfristig nicht absehbar. Die Sicherheit des Luftverkehrs sei nicht gefährdet.

Lotsen müssen genauer hinschauen

Bereits seit Mittwochabend hat die DFS die Verkehrsmenge für den Luftraum reduziert, der vom Center Langen bei Frankfurt kontrolliert wird. Dieser reicht vom Bodensee im Süden bis nach Kassel im Norden und von der französischen Grenze bis nach Thüringen. Von den größeren Flughäfen sind Stuttgart, Köln-Bonn, Frankfurt und mit einem Teil des Anflugs auch Düsseldorf betroffen.

© dpa, Marius Becker Lesen Sie auch: Softwarestörung in DFS-Flugverkehrskontrollzentrale in Langen

Die betroffene Software stellt den Lotsen alle wichtigen Daten des jeweiligen Fluges zur Verfügung. Das sind beispielsweise Flugzeugtyp, Flugstrecke und die erwartete Überflugzeit. Das System arbeite in Langen fehlerhaft, so dass die Lotsen genauer und zeitaufwendiger hinschauen müssten, erläuterte die DFS-Sprecherin.

Die übrigen Sicherungssysteme stünden uneingeschränkt zur Verfügung, und auch die übrigen Center der Flugsicherung für andere Lufträume seien nicht betroffen. Einen Zeitpunkt zur Lösung des Software-Problems nannte die DFS weiterhin nicht.

Von: dpa
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