Social-Media-Redakteure bei Air Berlin sind krasser als Eisbären

27.11.2015 - 10:39 0 Kommentare

Beschwerden über Beschwerden: Die Social-Media-Redakteure bei Air Berlin müssen einiges aushalten. Sie können sogar mit Eisbären mithalten. Ein Gedankenflug von airliners.de-Redakteur Christian Höb.

Das Social-Media-Team von Air Berlin hat keinen leichten Job. - © © Screenshot: airliners.de -

Das Social-Media-Team von Air Berlin hat keinen leichten Job. © Screenshot: airliners.de

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Als Social-Media-Redakteur bei Air Berlin muss einem vieles Leid tun. Denn auf der Facebook-Seite von Deutschlands zweitgrößter Airline prasseln ständig Beschwerden und Hilferufe ein. Zwei Beispiele:

Die Redakteure posten Werbung zu einem neuen Ziel. Schon beschwert sich ein User: "Nach mehreren Posts, Mails und diversen Formularen auf der Webseite ist von meinen Problemen genau Null gelöst. Meine Meilen von vor Monaten sind immer noch nicht gut geschrieben."
Die Redakteure posten Werbung für ein Gewinnspiel. Schon schreibt ein User: "Auf meine Mails an das Service-Team erhalte ich seit Wochen keinerlei Reaktion. Was muss ich tun, um eine Antwort zu bekommen?"

In vielen Fällen entschuldigen sich die Social-Media-Redakteure erst einmal, fragen nach Bearbeitungsnummern oder kündigen an, es an die Service-Kollegen weiterzuleiten. Ich habe den Eindruck: Die versuchen wirklich, zu helfen. Aber vermutlich müssen sie in vielen Fällen einfach nur das ausbaden, was ihre Kollegen verbockt haben.

Der Kundenservice von Air Berlin ist erst kürzlich bei einer Umfrage ganz hinten gelandet. Dass die Fluggesellschaft schon länger ein Service-Problem hat, ist sogar dem Airline-Chef Stefan Pichler bekannt.

© Dennis Skley, Lesen Sie auch: Umfrage bewertet Airline-Hotlines

Die Kunden auf Facebook werden zum Teil richtig ausfällig. Ich vermute, Social-Media-Redakteure bei Air Berlin haben ein dickeres Fell als Eisbären. Das könnte für die spätere Laufbahn durchaus nützlich sein.

Ich stelle mir das so vor: Einer der Social-Media-Redakteure bei Air Berlin bewirbt sich zum Beispiel bei einem Öl-Konzern, der gerade eine Umweltkatastrophe epischen Ausmaßes verursacht hat. Und der Personalchef beim Einstellungsgespräch so: "Sie werden bei uns viel Beschwerden und Shit-Storms erleben müssen. Sind Sie sicher, dass Sie damit umgehen könn...? Ah, ich sehe gerade, Sie kommen von Air Berlin. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben den Job!"

Über den Autor

Christian HöbNeben seinem Master in Journalistik hat Christian Höb an der Deutschen Journalistenschule in München eine Ausbildung zum Redakteur absolviert. Seit 2014 ist er als Mitglied der airliners.de-Redaktion vor allem für die Bereiche Luftverkehrspolitik und Luftverkehrswirtschaft zuständig. Kontakt: christian.hoeb@airliners.de

Von: ch

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