Skywork muss um Betriebslizenz fürchten

17.10.2017 - 09:25 0 Kommentare

Der Regionalfluggesellschaft Skywork Airlines droht der Entzug der Betriebsbewilligung. Bis Ende des Monats muss eine neue Finanzierungsgrundlage her. Es ist nicht das erste Mal, das die Lizenz der Berner Fluggesellschaft befristet wurde.

Saab 2000 der Skywork Airlines. - © © Skywork Airlines -

Saab 2000 der Skywork Airlines. © Skywork Airlines

Die Finanzierung des Winterflugplans bei der Regionalairline Skywork ist nach Angaben des Schweizer Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) nicht gesichert. Aus wirtschaftlichen Gründen sei die Betriebsbewilligung daher auf Ende Oktober 2017 befristet worden, teilte das BAZL mit.

Man habe "seit geraumer Zeit die Aufsicht über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Skywork Airlines verstärkt", führt die Behörde weiter aus. Sollte bis zum Beginn des Winterflugplans Ende Oktober eine neue Finanzierungsgrundlage gefunden werden, könne der Flugbetrieb aber weitergeführt werden.

Die Regionalfluggesellschaft mit Homebase in Bern kämpft bereits seit Jahren ums Überleben. 2014 hatte das BAZL die Betriebsbewilligung für Skywork bereits einmal aus wirtschaftlichen Gründen befristet. Nach einer Restrukturierung im Management der Airline wurde die Lizenz nach rund einem halben Jahr wieder unbegrenzt gültig.

Umstrukturierungen im Flugplan

Der neuerlichen Befristung war ein Streit um ein wintertaugliches Anflugverfahren an der Skywork-Homebasis in Bern. Der Airport verfügt über eine Sichtflugpiste. Dies führe zu Einschränkungen, wie zum Beispiel bei Nebel in den Randzeiten. Nach zahlreichen Ausfällen und Verspätungen im vergangenen Winter hatte Skywork nun umgeplant und weniger Verbindungen im Flugplan.

Skywork Airlines ist aus einer Flugschule heraus entstanden. Der erste Linienflug fand 2009 statt. Derzeit fliegt die Fluggesellschaft etwa 20 Airports an, darunter Basel-Mulhouse-Freiburg, München, Berlin-Tegel oder Wien. In Bern hat Skywork ihre Heimatbasis und bietet dort die meisten ihrer Kapazitäten an. Am Schweizer Airport ist sie außerdem mit Abstand die größte Kundin.

Von: dh
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