Start im April 2012

Singapore Airlines: Lowcost-Tochter startet mit Boeing 777

08.09.2011 - 11:41 0 Kommentare

Singapore Airlines hat sich auf die Boeing 777-200 als Flugzeugmodell für die geplante Langstrecken-Lowcost-Tochter festgelegt. Mit insgesamt 400 Sitzen in 10er-Sitzreihen wird es an Bord recht eng zugehen. Auch ein Name scheint schon gefunden.

Boeing 777-200ER (vorn) und 777-300ER der Singapore Airlines - © © AirTeamImages.com - Tek

Boeing 777-200ER (vorn) und 777-300ER der Singapore Airlines © AirTeamImages.com /Tek

Die neue Lowcost-Tochter für Mittel- und Langstrecken der Singapore Airlines (SIA) erhält offenbar den Namen „Scoot Airlines“. Die SIA betreuende PR-Agentur hat zumindest die Webadresse www.scootairlines.com reserviert, berichtete das Branchenportal Flightglobal.

Auch beim Flugzeugtyp hat sich SIA nun festgelegt: Scoot soll mit Boeing 777-200 an den Start gehen. Die Maschinen stammen aus der Flotte des Mutterkonzerns und erhalten eine Kabine für 400 Passagiere, berichtete die „Aviation Week“ am Dienstag. Bei SIA verfügen die Maschinen derzeit über maximal 323 Sitzplätze. Die Kapazitätssteigerung wird durch schmalere Sitze, die eine 3-4-3-Konfiguration pro Sitzreihe erlauben möglich. Derzeit hat Singapore Airlines in der Economy Class ihrer Boeing 777-200 Sitze in 3-3-3-Konfiguration.

Der Flugbetrieb soll um den 1. April 2012 mit zunächst einer Boeing 777-200 anlaufen. Im Abstand von einem Monat soll Scoot dann jeweils eine weitere Maschine erhalten. Im darauffolgenden Jahr werden nochmals zwei Flugzeuge sowie 2015 und 2016 jeweils drei Boeing 777-200 aus der SIA-Flotte übernommen. Da erst im Jahr 2014 eine erste Boeing 777-200ER mit erhöhter Reichweite zur Flotte stoßen soll, wird Scoot anfangs nur Mittelstrecken bedienen. Alle Jets sollen ein Entertainment-System auf WiFi-Basis erhalten. Doch die Sitze erhalten hierfür keine Bildschirme. Vielmehr sollen die Passagiere sich mit ihren mobilen Geräten in das System einloggen. Mit dem Angebot will Scoot Zusatzeinnahmen generieren.

Singapore Airlines hatte im Mai die Gründung einer Langstrecken-Lowcosttochter verkündet, um den weiteren Vormarsch der Air Asia X aus Kuala Lumpur und der Qantas-Tochter Jetstar Asia zu bremsen. Mit Silkair hat SIA bereits eine Lowcosttochter für kürzere Strecken im Portfolio. Zudem ist sie mit 30 Prozent am Billigflieger Tiger Airways beteiligt.

Von: airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Eine Maschine der Small Planet Airlines. Deutsche Small Planet Airlines wächst weiter

    Nach dem Start vor gut einem Jahr will die deutsche Small Planet Airlines weiter wachsen. Mittlerweile ist die Flotte von zwei auf fünf Maschinen angewachsen. Die fliegen aber nicht nur in Deutschland.

    Vom 13.04.2017
  • Flüge von Düsseldorf (DUS) nach Palma de Mallorca (PMI). Was kostet eigentlich ein Flug? (2)

    Aviation Management Luftfahrtprofessor Christoph Brützel erklärt, welche Kosten ein Flug verursacht. In der zweiten Folge dieser Serie geht es um die Kosten, die auch ohne Passagiere oder Fracht anfallen.

    Vom 21.06.2017
  • Ein Flugzeug der Air Berlin steht im Regen. Darum braucht Air Berlin Hilfe vom Staat

    Air Berlin stellt einen Antrag für eine Bürgschaftsprüfung. Am Ende könnten Staatsgelder die angeschlagene Airline retten. Doch eigentlich hat sie schon einen "Letter of Support" von Etihad – wie passt das zusammen?

    Vom 09.06.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus