Siemens hat immer noch nicht alle Pläne für Arbeiten am BER

06.05.2014 - 16:58 0 Kommentare

Siemens hat bereits vor Monaten den Auftrag erhalten, die Steuerung der Entrauchungsanlage des neuen Hauptstadtfughafens BER umzubauen. Doch noch immer fehlen dem Elektrokonzern einige Unterlagen.

Blick in die Entrauchungsanlage - © © dpa - Patrick Pleul

Blick in die Entrauchungsanlage © dpa /Patrick Pleul

Für die Arbeiten am neuen Hauptstadtflughafen hat Siemens nach eigenen Angaben noch immer nicht alle Pläne vom Betreiber erhalten. Diese lägen für die ersten Segmente vor, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Insgesamt seien fünf verschiedene Planungsbüros in die Erstellung der Planungsunterlagen eingebunden, hieß es in einer Antwort auf eine Anfrage der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus zum aktuellen Stand in Sachen BER-Brandschutzanlage. Die Planungen für die gesamte Entrauchung würden aber weit über die Planungen hinausgehen, die Siemens benötige.

Wie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mitteilte, hat Siemens Ende 2013 eine Bedenkenanzeige bei der Flughafengesellschaft vorgelegt. Der Elektrokonzern sicherte sich so gegen Mängelansprüche ab - zwei Monate nachdem er den Auftrag erhalten hatte, beim Brandschutz auch die Frischluft-Nachströmung neu zu regeln. Wowereit ging in der Antwort auf eine Anfrage der Piratenpartei nicht auf mögliche Folgen für den Zeitplan ein.

© dpa Lesen Sie auch: Flughafengesellschaft trennt sich von Planer für BER-Entrauchung

Ein Vertrag mit Siemens zum Umbau der Steuerung der Entrauchungsanlage des Hauptstadtfughafens BER war bereits Mitte Oktober vergangenen Jahres geschlossen worden. Zum Volumen des Auftrags und seiner genauen Dauer wollte sich der Flughafen damals nicht äußern. Die Arbeiten müssten in den Gesamtplan "eingetaktet werden", erklärte ein Sprecher. Der Konzern habe bis zu 18 Monate Zeit. Bereits ein Jahr zuvor hatte sich das Unternehmen über mangelhafte Planungsunterlagen zum Vorhaben beklagt.

Von: dpa, airliners.de
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