Sicherheitsscanner sollen künftig Torsonden ersetzen

Die ersten Flughäfen für den Einsatz von Sicherheitsscannern der nächsten Generation stehen bereits fest. Das gilt auch für die Zukunft der bereits eingesetzten 130 Sicherheitsscanner an den deutschen Airports.

Dieser Körperscanner kommt bereits am Airport Sylt zum Einsatz. - © © Flughafen Sylt -

Dieser Körperscanner kommt bereits am Airport Sylt zum Einsatz. © Flughafen Sylt

Die ersten unlängst für die Bundespolizei bestellten Sicherheitsscanner der neuen Generation werden in diesem Jahr an den Flughäfen Köln-Bonn, Hannover und Stuttgart zum Einsatz kommen. Ab dem kommenden Jahr werden weitere Flughäfen ausgestattet. Darüber informierte jetzt das Bundesinnenministerium auf Nachfrage von airliners.de.

Die Scanner sollen schrittweise mittelfristig die derzeit vorhandenen Metalldetektorschleusen an den Passagierkontrollen ersetzen. Dabei werden auch die bereits jetzt eingesetzten Geräte eine Rolle spielen. Diese 130 Körpersscanner an den deutschen Flughäfen erfüllen die nationalen und europäischen Anforderungen und werden weiterhin verwendet, so das Bundesinnenministerium. Nach Angaben der Bundespolizei sind in ihrem Zuständigkeitsbereich an den deutschen Flughäfen rund 300 Metalldetektorschleusen in der Fluggastkontrolle im Einsatz.

© dpa, Oliver Berg Lesen Sie auch: Studie bescheinigt Sicherheitsscannern hohe Akzeptanz

Die Bestellung von 300 Sicherheitsscannern des Typs Quick Personal Scanner (QPS) 200 wurde damit begründet, dass die bisherige Rahmenvereinbarung zur Lieferung von Sicherheitsscannern Ende 2015 ausgelaufen sei. Aufgrund des bestehenden Bedarfs sei eine neue Vereinbarung ausgeschrieben worden. Zu den Kosten für die flächendeckende Einführung des QPS 200 wollte das Ministerium unter Verweis auf Wettbewerbsgründe keine Angaben machen. Laut einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen" kostet ein Gerät rund 200.000 Euro.

Die bundesweit erste Testphase für den QPS 200 hatte vor einem Jahr am Flughafen Hannover begonnen. Ende 2015 folgten zudem Tests am Flughafen Sylt. An beiden Flughäfen sind die Körperscanner der Zukunft auch weiterhin im Einsatz.

Der Vorteil des QPS 200 gegenüber herkömmlichen Bodyscannern: Der Fluggast muss sich einfach nur vor das Gerät stellen und braucht auch die Arme nicht zu heben. Und er muss sich im Gegensatz zum Vorgängermodell QPS 100 nicht einmal umdrehen.

Weiterführende Informationen zur Funktionsweise des QPS200 gibt es hier.

© SITA, Lesen Sie auch: Luftsicherheit an Flughäfen ist weltweit unterschiedlich geregelt

Von: gk

Datum: 23.08.2016 - 12:51

Adresse: http://www.airliners.de/sicherheitsscanner-metalldetektorschleusen/39375