Sicherheitspersonal am Flughafen Hannover tritt in den Warnstreik

18.03.2015 - 16:00 0 Kommentare

Nicht nur die Piloten der Lufthansa streiken: Auch die Mitarbeiter des Sicherheitspersonals am Flughafen Hannover legen die Arbeit nieder. Die Auswirkungen sind jedoch überschaubar.

Die Mitarbeiter der Fluggast-, Personal- und Warenkontrolle streiken in Hannover. - © © dpa - Holger Hollemann

Die Mitarbeiter der Fluggast-, Personal- und Warenkontrolle streiken in Hannover. © dpa /Holger Hollemann

Die Mitarbeiter des Sicherheitspersonals am Flughafen Hannover haben zeitweise die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi rief Beschäftigte der dortigen Passagier-, Personal- und Warenkontrolle zu einem elfstündigen Warnstreik auf. Dem Flughafen zufolge gab es zunächst keine Verzögerungen im Betrieb. Die Kontrollen liefen mit einer Notbesetzung weiter, sagte eine Sprecherin.

Hintergrund des Warnstreiks ist ein Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) für die Beschäftigten des Sicherheitsgewerbes in Niedersachsen. In der Branche werden Tarifverträge regional ausgehandelt. In Hamburg, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen hatten sich beide Seiten zuletzt bereits auf Abschlüsse geeinigt. Der Ausstand in Hannover war nach Angaben der Gewerkschaft der dritte Warnstreik.

Verdi verlangt für die Beschäftigten mehr Geld. Für zusätzlichen Konfliktstoff sorgt der Gewerkschaft zufolge, dass der BDSW bisher nur Verhandlungen über den Lohn für das Sicherheitspersonal an den Verkehrsflughäfen anbietet, die Beschäftigten in anderen Sektoren des Wachgewerbes aber offenbar nicht einbeziehen wolle. "Wir lassen nicht zu, dass die Arbeitgeber die Beschäftigten spalten", erklärte die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, Ute Gottschaar.

© dpa, Marijan Murat Lesen Sie auch: Sicherheitspersonal bekommt auch im Südwesten mehr Geld

Das Sicherheitspersonal an Flughäfen wird wegen seiner verantwortungsvollen Tätigkeit tariflich generell anders eingeordnet und deutlich besser bezahlt als Kollegen in anderen Bereichen. Verdi fordert in diesem Bereich je nach Tätigkeitsfeld eine Erhöhung auf 16 beziehungsweise 17 Euro pro Stunde. Für die unterste Lohnstufe in der Branche will die Gewerkschaft eine Erhöhung auf 9,74 Euro pro Stunde und damit klar über Mindestlohnniveau.

Von: AFP
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