Sicherheitspersonal streikt am Donnerstag an drei Flughäfen

09.01.2019 - 07:19 0 Kommentare

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat das Sicherheitspersonal an drei Flughäfen zu ganztägigen Warnstreiks am Donnerstag aufgerufen. Betroffen sind die Flughäfen in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart, wie Verdi am Mittwoch mitteilte. Dort sei mit "starken Einschränkungen im Luftverkehr" zu rechnen.

Eine Mitarbeiterin des Sicherheitspersonals kontrolliert auf dem Flughafen in Düsseldorf das Handgepäck der Fluggäste.  - © © dpa - Roland Weihrauch

Eine Mitarbeiterin des Sicherheitspersonals kontrolliert auf dem Flughafen in Düsseldorf das Handgepäck der Fluggäste. © dpa /Roland Weihrauch

In Stuttgart soll der Streik demnach mit der ersten Frühschicht am Donnerstag gegen 3 Uhr beginnen, in Düsseldorf und Köln-Bonn bereits um Mitternacht.

Am Montag hatte ein knapp vierstündiger Warnstreik des Sicherheitspersonals an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld den Flugbetrieb fast völlig lahmgelegt. Knapp 60 Flüge wurden gestrichen, zahlreiche weitere waren verspätet.

Gewerkschaft erwartet verbessertes Angebot

Hintergrund der Warnstreiks sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen zwischen dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) und Verdi für rund 23 000 Beschäftigte der Flugsicherheit. Nach den Warnstreiks in Berlin hätten die Arbeitgeber die Möglichkeit gehabt, ein verbessertes Angebot vorzulegen, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher. Lasse dies weiter auf sich warten, seien weitere Arbeitsniederlegungen nicht auszuschließen.

Verdi fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Kontrollbereich auf 20 Euro. Bislang bot der Arbeitgeber laut Gewerkschaft eine Erhöhung von 1,8 bis zwei Prozent pro Jahr bei zweijähriger Laufzeit an. Dieses Angebot wies Verdi als zu niedrig zurück.

Der BDLS kritisiert die Verdi-Ankündigung scharf: "Ein ganztägiger Streik ist völlig überzogen, die Ankündigung mit weniger als 24 Stunden Vorlauf entspricht auch nicht den Zusagen der Gewerkschaft", sagte BDLS-Geschäftsführerin Cornelia Okpara gegenüber airliners.de.

"Wir sind in Verhandlungen und haben mehr als deutlich gemacht, dass wir das Angebot aus der letzten Runde noch verbessern wollen", so Okpara. In Nordrhein-Westfallen habe der BDLS eine Lohnerhöhung von 2,7 Prozent für 2019 und von 2,0 Prozent für 2020 geboten, damit erreiche man Anfang 2020 einen Stundenlohn von 17,85 Euro.

© dpa, Lesen Sie auch: Machtprobe überschattet Security-Verhandlungen

Von: pra, AFP
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