Artikel vom 01.04.2009
Luftfahrtmesse AERO trotzt der Krise
Allgemeine Luftfahrt
Die AERO 2009 präsentiert von diesem Donnerstag (2.4.) bis Sonntag (5.4.) Business-Jets, ein- und zweimotorige Propellermaschinen, Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge, Fallschirmspringen und Helikopter, die erstmals einen eigene große Halle haben. Die größte ausländische Ausstellergruppe stellen die Amerikaner. «Die AERO hat für die allgemeine Luftfahrt weltweit eine wichtige strategische Bedeutung», sagt Messechef Klaus Wellmann dazu. Erstmal werden als Sonderausstellung (E-Flight-Expo) auch alternative Antriebskonzepte vorgestellt, etwa Brennstoffzellen-betriebene Leichtflugzeuge.Die Messe setzt dabei auch in der Krise deutliche Signale: Mit 625 Ausstellern liegt der aktuelle Buchungsstand der internationalen Luftfahrt-Fachmesse sowohl bei der Zahl der Aussteller wie auch bei den Standflächen sogar über dem Ergebnis von 2007. Die Messeleitung rechnet mit einem Plus von rund 20 Prozent.
Weltweit gibt es rund 320 000 Flugzeuge der Allgemeinen Luftfahrt, in der EU sind es rund 50 000, in Deutschland etwa 21 000. Hinzu kommen europaweit an die 200 000 Segel- und Ultraleichtflugzeuge. Beim Segelflugzeugbau ist Deutschland seit Jahrzehnten mit fast 90 Prozent der Produktion weltweit führend. Hinzu kommen weitere Ausgaben für fachliche Dienstleistungen rund um das Fliegen wie Ausbildung, Flugzeugwerften oder Flugsicherung.
Um dieser wirtschaftlichen Bedeutung gerecht zu werden, geht Europas wichtigste Messe für die Allgemeine Luftfahrt künftig im jährlichen Turnus an den Start. Bislang fand die Messe alle zwei Jahre statt.
Allerdings sagte der Luftfahrtexperte der Messe, Clemens Bollinger, dass sich jetzt vor allem beim Absatz kleinerer Flugzeuge die Krise doch bemerkbar mache. So habe die Branche 2008 weltweit bei den Erlösen zwar noch um 13 Prozent auf 24,8 Milliarden Dollar (16,4 Milliarden Euro) zulegen können. Aber bei den Auslieferungen gab es nach Angaben des Branchenverbandes GAMA (USA) bereits einen Rückgang von 7,1 Prozent. Diese war vor allem den ein- und zweimotorigen Propellermaschinen geschuldet, bei denen die privaten Eigner sparten.
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Stand: 01.04.2009 - 2:44 PM Uhr
Quelle: dpa, airliners.de
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