Scoot bringt neue Langstrecke nach Berlin

20.06.2018 - 12:03 0 Kommentare

Scoot verbindet ab sofort Berlin mit Singapur. Damit wächst das geringe Langstreckenangebot in der Hauptstadt. Verantwortlich dafür ist laut Flughafenchef Lütke Daldrup auch die aktuelle Infrastruktur.

Scoot, die Low-Cost-Tochter von Singapore Airlines, fliegt seit dem 20. Juni 2018 zwischen Singapur und Berlin-Tegel

Scoot, die Low-Cost-Tochter von Singapore Airlines, fliegt seit dem 20. Juni 2018 zwischen Singapur und Berlin-Tegel
© FBB - Günter Wicker

Scoot fliegt seit dem 20. Juni viermal pro Woche zwischen Berlin und Singapur.

Scoot fliegt seit dem 20. Juni viermal pro Woche zwischen Berlin und Singapur.
© FBB - Günter Wicker

Berlin ist um eine Langstreckenverbindung reicher. Am Mittwoch startete die erste Boeing 787-8 der Low-Cost-Airline Scoot Richtung Singapur. Die Tochter von Singapore Airlines fliegt nun künftig viermal pro Woche zwischen Singapur und Berlin.

Die Entscheidung für Berlin begründete Airline-Chef Lee Lik Hsin im airliners.de Interview damit, dass der Berliner Markt von Asien aus zu wenige Verbindungen habe, da niemand bisher von Berlin nach Südostasien fliege. Natürlich habe es auch eine Rolle gespielt, dass die Konkurrenzsituation an größeren Airports deutlich stärker sei.

Siebte Langstrecke ab Berlin

Mit der neuen Strecke wächst das Langstreckenangebot ab Berlin auf sieben Verbindungen. Neben der neuen Strecke nach Singapur gibt es aktuell Flüge nach New York (JFK und Newark), Toronto, Doha, Ulan Bator und Peking. Bei allen Verbindungen handelt es sich um Incoming-Verkehr - sprich die Airlines fliegen von ihren Basen nach Berlin und anschließend direkt wieder zurück.

Derzeit hat keine Airline Langstrecken-Jets in Tegel stationiert. Damit liegt Berlin bei der Anzahl an Interkontinentalflügen deutschlandweit nur an fünfter Stelle - hinter den Airports Frankfurt, München, Düsseldorf und Köln.

Flughafenchef für mehr Langstrecken

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup macht auch die Flughafeninfrastruktur in Berlin dafür verantwortlich. Am Rande einer BER-Führung mit dem Luftfahrt-Presseclub sagte der Manager: "Wir glauben, dass die Hauptstadt mehr Interkontinentalverbindungen braucht." Das gehe aber nicht in Tegel: "Nur der BER ist eine leistungsfähige Transfermaschine." Die Berliner Flughäfen könnten nur mit mehr Interkontinentalverkehr und Umsteigeverbindungen wachsen.

Nach der Air-Berlin-Pleite ist die Lufthansa Group mit ihrer Kernmarke schnell in die sich auftuende Lücke im Langstreckengeschäft ab Berlin gesprungen. Ursprünglich sollte Eurowings jene Route im Sommer übernehmen. Dies wurde offiziell aus Gründen fehlender Slots abgesagt

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Von: br
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