Schweizer Klage gegen GDS-Gebühr der Lufthansa scheitert

21.07.2016 - 13:06 0 Kommentare

Die GDS-Gebühr der Lufthansa Group hat für viel Wirbel gesorgt, auch beim Schweizer Reise-Verband (SRV). Dieser hatte sogar geklagt - ohne Erfolg, wie sich jetzt herausstellte.

Ein Mann wartet an einem Lufthansa-Ticketschalter im Flughafen München. - © © dpa - Andreas Gebert

Ein Mann wartet an einem Lufthansa-Ticketschalter im Flughafen München. © dpa /Andreas Gebert

Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Klage des Schweizer Reise-Verbands (SRV) gegen die GDS-Gebühr der Lufthansa Group zurückgewiesen. "Die Weko hat die Swiss informiert, dass sie keine Vorabklärung eröffnen werde und das Verfahren somit eingestellt sei", teilte die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss dem Portal "Travel Inside" mit.

"Wir haben diesen Entscheid zur Kenntnis genommen und sehen uns in unserer Rechtsauffassung bestätigt", so die Airline weiter. Vom SRV hieß es: Man werde den Weko-Bescheid "nun im Detail analysieren" und sich danach dazu äußern. Der Reiseverband hatte die Klage eingereicht, weil er überzeugt war, dass die Lufthansa-Gruppe ihre marktbeherrschende Stellung ausnutze.

Die Lufthansa hatte Anfang September 2015 eine Distribution Cost Charge für alle Tickets eingeführt, die über GDS-Systeme gebucht werden. Dabei wird für die Buchungen eine Gebühr von jeweils 16 Euro beziehungsweise 16 Franken fällig. Über die konzerneigenen Webseiten, Service-Center und Schalter können Tickets weiterhin ohne die Abgabe erworben werden.

 © airliners.de, Gunnar Kruse Lesen Sie auch: Lufthansa sieht keine negativen Effekte durch GDS-Gebühr

Die Gebühr hatte in der Reisebranche Proteste ausgelöst. So hat der Deutsche Reiseverband (DRV) das Bundeskartellamt eingeschaltet. Die Wettbewerbshüter sollen prüfen, ob durch die Gebühr Anbieter von globalen Distributionssystemen diskriminiert werden.

Der europäische Dachverband der Reisebüros und Reiseveranstalter (Ectaa) legte zudem bei der EU-Kommission Beschwerde ein. Kritik kam aber auch aus Österreich und der Schweiz.

Von: ch
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