Schwarz wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe

25.10.2012 - 11:10 0 Kommentare

Der Berliner Flughafen-Geschäftsführer Rainer Schwarz setzt sich gegen den Vorwurf des Bundesverkehrsministeriums zur Wehr, wonach er den Aufsichtsrat im Frühjahr über die Schwierigkeiten am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg getäuscht habe.

Rainer Schwarz, Chef der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, im Terminal A des Flughafen Tegel - © © dpa - Rainer Jensen

Rainer Schwarz, Chef der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, im Terminal A des Flughafen Tegel © dpa /Rainer Jensen

Rainer Schwarz wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe aus dem Bundesverkehrsministerium im Bezug auf die Verschiebung der BER-Flughafeneröffnung. "Diese Aussage kann ich nicht auf mir sitzen lassen", sagte Schwarz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe).

Die Sonderkommission des Verkehrsministeriums beziehe sich auf ein Schreiben von Mitte März, in dem die Berater von McKinsey eine Vielzahl von Problemen im Probebetrieb darlegen. "Es gibt aber noch ein zweites McKinsey-Schreiben von Mitte April, das uns bescheinigt, dass wir es trotz der kritischen Punkte schaffen können", sagte Schwarz. Er sei deshalb bis zur Verweigerung der Brandschutz-Genehmigung Anfang Mai von der pünktlichen Eröffnung am 3. Juni ausgegangen.

Der Flughafen-Aufsichtsrat wird sich am 1. November offenbar mit der Zukunft von Schwarz befassen. Der Bund verstärke dabei den Druck auf die Mitgesellschafter Berlin und Brandenburg, sich von ihm zu trennen. Die beiden Länder haben der Flughafenchef bislang gestützt. Berlin und Brandenburg halten je 37 Prozent der Flughafengesellschaft, der Bund 26 Prozent.

Von: dapd
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