Schwaches Pfund schmälert Gewinn von Easyjet stärker als befürchtet

24.01.2017 - 11:10 0 Kommentare

Das Brexit-Votum lässt das britische Pfund schwächeln - mit Folgen für Easyjet. Der britische Low-Cost-Carrier rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit weiteren Einbußen in Millionenhöhe.

Easyjet-Chefin Carolyn McCall.  - © © Easyjet -

Easyjet-Chefin Carolyn McCall. © Easyjet

Der Absturz des britischen Pfunds nach dem Brexit-Votum setzt dem Billigflieger Easyjet weiter schwer zu. Nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr rechnet die Airline auch im laufenden Jahr mit Einbußen in Millionenhöhe. Sie bezifferte den Währungseffekt jetzt mit 105 Millionen Pfund (122 Millionen Euro).

Die Schwäche des Pfunds und der Treibstoffeffekt belasten Easyjet mehr als erwartet, wie Unternehmenschefin Carolyn McCall erklärte. Aussagen zum Gewinnziel machte das Unternehmen nicht. Für das laufende Geschäftsjahr planen die Briten ihre Kapazitäten um neun Prozent zu erhöhen.

Das schwache britische Pfund macht es für Easyjet unter anderem teurer, Treibstoff zu kaufen, weil dieser in Dollar bezahlt wird. Außerdem sinken die Umsätze, wenn die Erlöse von in Euro bezahlten Tickets in Pfund umgerechnet werden.

Umsatz steigt im ersten Quartal

Easyjet habe aber "solide Fortschritte bei der Kostenreduzierung" gemacht, so McCall. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs sei der Umsatz um mehr als sieben Prozent auf 997 Millionen Pfund gestiegen. Experten hatten mit weniger gerechnet.

Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr war der Gewinn vor Steuern um 28 Prozent auf 495 Millionen Pfund eingebrochen. Neben dem Währungseffekt beeinträchtigten aber auch Streiks und die schwierige Sicherheitslage in wichtigen Märkten wie Ägypten und der Türkei die Geschäfte.

© PR, tmay.co.uk Lesen Sie auch: Was ein harter Brexit für den Luftverkehr bedeutet

Von: ch, AFP, dpa
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