Schönefelder Flughafen sorgt bei Easyjet für Probleme

20.04.2016 - 15:30 0 Kommentare

Esayjet-Chefin Carolyn McCall hat in einem Medienbericht jetzt die beengten Verhältnisse am Flughafen Berlin-Schönefeld beklagt. Sie fordert Klarheit darüber, wann und wie es am BER weitergeht.

Easyjet-Chefin Carolyn McCall. - © © dpa - EPA/OLAF KRAAK

Easyjet-Chefin Carolyn McCall. © dpa /EPA/OLAF KRAAK

Easyjet, größte Airline am Flughafen Berlin-Schönfeld, leidet zunehmend unter der dort vorherrschende Enge. "Schönefeld ist für uns ein großes Problem, wir drängen die Flughafengesellschaft beständig darauf, für mehr Passagierkomfort zu sorgen", sagte Airline-Chefin Carolyn McCall jetzt dem Berliner "Tagesspiegel". Sie forderte Klarheit darüber, wann und wie genau es mit dem neuen Hauptstadtflughafen BER weitergeht.

Der pannengeplagte neue Airport soll nach gegenwärtigem Stand im zweiten Halbjahr 2017 an den Start gehen. Falls das nicht klappt, hat Flughafenchef Karsten Mühlenfeld einen Plan: Der Airport Tegel könnte weiterbetrieben werden.

Aufgrund der mehrfach verschobenen BER-Eröffnung müssen die beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld ein ständig steigendes Passagieraufkommen bewältigen und arbeiten dabei mehr und mehr am Limit. Seit Monaten kann vor allem Schönefeld mit extrem starken Zuwächsen aufwarten.

Passagierkapazitäten am Flughafen Berlin-Schönefeld KW16/2016
Passagiere
Easyjet 55560
Ryanair 41391
Norwegian 7254
Aeroflot 5870
Germanwings 4350
Norwegian Air International 2790
El Al Israel Airlines 1980
Condor 1880
Pegasus Airlines 1656
Tap Portugal 1512
Transavia 1461
Germania 1336
Wow Air 696
Egypt Air 576
Germania Flug 430
Wizz Air 360
Belavia 276
Tunisair 252
Corendon Airlines 189

Quelle: ch-aviation.com

Darüber hinaus schloss McCall gegenüber der Zeitung eine Partnerschaft mit einer anderen Fluggesellschaft zur Wahrung von Verkehrsrechten erneut aus - auch wenn sie sich nicht direkt zu Spekulationen über eine mögliche Kooperation oder Beteiligung an Air Berlin äußern wollte.

Andere potenzielle Kooperationen hatte McCall selbst bereits im Spätsommer vergangenen Jahres ins Spiel gebracht. Easyjet könnte in Zukunft Zubringerflüge für die Langstreckenrouten der Konkurrenz übernehmen, hatte sie damals gesagt.

Für Lufthansa komme dies zwar nicht infrage, hieß es wenig später von Deutschlands größter Airline, doch trotzdem sei eine Kooperation nicht ausgeschlossen. Eine Zusammenarbeit könne der neuen Eurowings auf einen Schlag zu einer kritischen Größe auf dem europäischen Flugmarkt verhelfen, so Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Von: gk
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