Schlichtung für Flugbegleiter der Lufthansa kommt nicht voran

16.06.2015 - 15:22 0 Kommentare

Ein Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa wird immer wahrscheinlicher. Die Gespräche sind festgefahren, der Schlichterspruch kommt noch in dieser Woche.

Flugbegleiterin der Lufthansa - © © dpa - Christian Charisius

Flugbegleiterin der Lufthansa © dpa /Christian Charisius

Bei der Lufthansa wird ein Streik der Flugbegleiter in diesem Sommer immer wahrscheinlicher. Die Schlichtung um die Renten der rund 19.000 Flugbegleiter des Konzerns ist festgefahren. Obwohl es noch Gesprächskontakte zur Kabinengewerkschaft Ufo gebe, rechnet auch das Unternehmen mit einem schnellen Schlichterspruch an diesem Samstag (20. Juni).

Die Schlichter Herta Däubler-Gmelin und Friedrich Merz werden nach Einschätzung der Lufthansa voraussichtlich keine klassische Schlussempfehlung zur komplexen Materie der Übergangs- und Altersversorgung abgeben. Man sei inhaltlich noch gar nicht so weit gekommen, erklärte ein Tarifexperte des Unternehmens am heutigen Dienstag.

Die Gewerkschaft Ufo hatte in der vergangenen Woche die Schlichtung für gescheitert erklärt und einen Schlichterspruch verlangt, weil Lufthansa aus ihrer Sicht in allen wesentlichen Fragen "Beton angerührt" habe. Das Unternehmen beharrte auf der Darstellung, sein Angebot noch in der vergangenen Woche nachgebessert zu haben. Man wolle wieder in Gespräche kommen.

© dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Flugbegleiter erhöhen Druck auf Lufthansa

Ufo werde den Schlichterspruch, der sich wahrscheinlich auf Vorschläge zum weiteren Verfahren beschränken werde, genau prüfen, kündigte Gewerkschaftschef Nicoley Baublies an. Wegen einer nachlaufenden Erklärungsfrist sei man ab dem 24. Juni "jederzeit streikfähig". Ihm fehle die Fantasie, wie man auf der Grundlage der bisherigen Lufthansa-Vorschläge weiter verhandeln könne.

Von: dpa
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