Rürup als Vermittler

Schlichtung bei Lufthansa beginnt

27.09.2012 - 16:00 0 Kommentare

Der frühere Wirtschaftsweise Bert Rürup hat mit der Schlichtung im Tarifstreit bei den Flugbegleitern der Lufthansa begonnen. In Bad Nauheim sollen Vertreter der Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft UFO einen Ausweg aus dem Tarifkonflikt finden.

Peter Gerber (l-r), Personalvorstand Lufthansa Passage, der als Schlichter eingesetzte Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup und Nicoley Baublies, Vorsitzender der Gewerkschaft Ufo, stehen am 27.09.2012 zu Beginn der Schlichtungsgespräche in Bad Nauheim zusammen.  - © © dpa - Arne Dedert

Peter Gerber (l-r), Personalvorstand Lufthansa Passage, der als Schlichter eingesetzte Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup und Nicoley Baublies, Vorsitzender der Gewerkschaft Ufo, stehen am 27.09.2012 zu Beginn der Schlichtungsgespräche in Bad Nauheim zusammen. © dpa /Arne Dedert

Im Tarifstreit der Flugbegleitergewerkschaft UFO mit der Lufthansa hat am Donnerstag die Schlichtung unter Leitung des früheren Wirtschaftsweisen Bert Rürup begonnen. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation erklärte zum Auftakt der Gespräche in Bad Nauheim bei Frankfurt am Main, aus ihrer Sicht bestehe "die Hoffnung, dass die Schlichtung eine Gesamtlösung" im komplexen Konflikt mit dem Unternehmen bringen könne. Spätestens Ende November müssten die Konfliktparteien den Schlichterspruch annehmen oder ablehnen.

Bis zur endgültigen Entscheidung über den Schlichterspruch herrsche uneingeschränkte Friedenspflicht für die Gewerkschaft, teilte UFO mit. Dies heißt, dass es bis dahin keine weiteren Streiks bei der Lufthansa geben wird. Auch würden die Konfliktparteien bis dahin die Öffentlichkeit nicht über etwaige Zwischenstände der Schlichtung informieren, da die Forderungen in dem Tarifstreit "sehr vielschichtig" seien. "Spekulationen in der Öffentlichkeit würden diese Ausgangslage verkomplizieren oder gar zu Irritationen führen". Dies wollten Unternehmen und Gewerkschaft aber vermeiden, erklärte UFO.

Die UFO fordert fünf Prozent mehr Lohn für die Flugbegleiter bei einer Laufzeit von 15 Monaten. Die Airline bietet 3,5 Prozent mehr Gehalt. Als Zugeständnis an die Gewerkschaft hatte die Lufthansa bereits den Verzicht auf Leiharbeit an Bord ihrer Flugzeuge erklärt. Allerdings will sie ab 1. Januar 2013 mit einer neuen Billigfluglinie um Kunden werben.

Daneben geht es in dem Tarifkonflikt um eine Neuregelung von Gehaltsstufen. Die Gewerkschaft fordert den schnelleren Aufstieg von Berufseinsteigern in höhere Gehaltsgruppen. Die Lufthansa will dagegen die größere zeitliche Streckung des Aufstiegs von langjährigen Beschäftigen zu einer besseren Bezahlung.

Die Gewerkschaft hatte die Fluggesellschaft in den vergangenen Wochen an mehreren Tagen bestreikt, um Druck zu machen. Hunderte Flüge fielen aus, es kam zu zahlreichen Verspätungen.

Von: AFP, dpa-AFX
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