Ex-Ministerpräsident soll Lufthansa-Tarifkonflikt schlichten

27.11.2015 - 14:35 0 Kommentare

Er soll es also richten: Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck ist als Schlichter im Tarifkonflikt zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und der Lufthansa im Gespräch.

War früher Brandenburgs Ministerpräsident: Matthias Platzeck. - © © dpa - Nestor Bachmann

War früher Brandenburgs Ministerpräsident: Matthias Platzeck. © dpa /Nestor Bachmann

Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck soll im Lufthansa-Tarifkonflikt mit dem Kabinenpersonal schlichten. Ufo-Chef Nicoley Baublies bestätigte einen "Spiegel"-Vorabbericht. Ein Lufthansa-Sprecher sagte: "Wir sind mit Herrn Platzeck im Gespräch und hoffen, ihn als Schlichter gewinnen zu können." Termine oder einen Fahrplan für eine Schlichtung gibt es noch nicht.

Mitte der Woche hatte sich die Konzernführung mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo darauf geeinigt, ein Bündel offener Fragen, die nur das Kabinenpersonal betreffen, im Rahmen einer Schlichtung zu klären. Ufo sagte daraufhin die für diese Woche geplanten Streiks ab.

Platzeck als Schlichter bei der Bahn erfolgreich

Der SPD-Politiker Platzeck hatte im Sommer gemeinsam mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erfolgreich den Bahn-Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL geschlichtet.

Die Flugbegleiter hatten erst am 13. November einen einwöchigen Ausstand beendet, bei dem rund 4700 Flüge ausgefallen waren. Betroffen vom härtesten Streik in der Unternehmensgeschichte waren etwa 550.000 Passagiere. Zuvor hatten die Piloten der Lufthansa in bislang 13 Runden seit April 2014 die Arbeit niedergelegt.

© dpa, Boris Roessler Lesen Sie auch: Flugbegleitergewerkschaft Ufo sagt Lufthansa-Streiks ab

Bei beiden Berufsgruppen wird offiziell um die Früh- und Betriebsrenten gestritten, die Lufthansa kürzen und in der Systematik umstellen will. Im Hintergrund geht es aber auch um die Auswirkungen des Konzernumbaus, mit dem Arbeitsplätze zur Billigtochter Eurowings und ins Ausland verlagert werden.

Von: ch, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Klare Ansagen: Professor Karl Born kommentiert die aktuellsten Entwicklungen der Luftverkehrsbranche. Das seltsame Fünf-Sterne-Lächeln des Carsten Spohr

    Die Born-Ansage (74) Der Lufthansa-Chef kommt von dem Lächeln nicht mehr ab: Der Air-Berlin-Deal hakt und das Kartellamt fletscht schon mit den Zähnen, aber Skytrax vergibt den fünften Stern. Karl Born wundert sich.

    Vom 07.12.2017
  • Airline-Chef Carsten Spohr (li.) nimmt die Auszeichnung entgegen. Skytrax vergibt fünften Stern an Lufthansa

    Lufthansa ist von Skytrax mit dem fünften Stern ausgezeichnet worden. Laut Mitteilung ist die Kranich-Airline damit die erste Fluggesellschaft außerhalb Asiens, die das Siegel der britischen Unternehmensberatung erhält.

    Vom 04.12.2017
  • Ein Mitarbeiter der Lufthansa steht an einem Ticketschalter der Airline am Frankfurter Flughafen. Lufthansa wehrt sich gegen Preis-Vorwürfe

    Passagiere klagen die Preissteigerungen auf Lufthansa-Flügen seit dem Aus der Air Berlin an, das Bundeskartellamt nimmt die Sache unter die Lupe. Nun äußern sich mehrere Manager des Kranich-Konzerns.

    Vom 27.11.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus