Schlaganfall eines Passagiers ist höhere Gewalt

04.07.2014 - 13:09 0 Kommentare

Verspätet sich ein Anschlussflug massiv, weil einer der Passagiere des vorherigen Fluges einen Schlaganfall erlitten hat, besteht kein Anspruch auf eine Ausgleichszahlung. Die Fluggesellschaft trifft kein Verschulden, urteilte jetzt ein Gericht.

Ein Flugzeug im Landeanflug. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Ein Flugzeug im Landeanflug. © dpa /Frank Rumpenhorst

Erleidet ein Passagier im Flugzeug einen Schlaganfall und verspätet sich der nächste Flug deshalb massiv, haben Reisende keinen Anspruch auf Entschädigung. Das hat das Amtsgericht Düsseldorf entschieden (Az.: 43 C 6731/12). Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift «ReiseRecht aktuell».

In dem Fall hatte ein Passagier in einem Flug nach Düsseldorf einen Schlaganfall erlitten. Der Pilot musste in Irland notlanden. Der nächste Flug der Maschine nach Costa Rica startete mit großer Verspätung. Ein Ersatzflugzeug stand nicht zur Verfügung. Ein Passagier des verspäteten Fluges nach Costa Rica klagte auf Ausgleichszahlung. Die Airline argumentierte, es habe ein Fall höherer Gewalt vorgelegen. Das Gericht gab der Airline Recht. Sie treffe kein Verschulden.

Von: dpa
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