Scheurle soll DFS-Chef werden

19.09.2012 - 16:13 0 Kommentare

Klaus-Dieter Scheurle, bisher Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, soll auf den langjährigen Flugsicherungs-Chef Dieter Kaden folgen. Das Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Flugsicherung hat Scheurle dafür jetzt niedergelegt.

Klaus-Dieter Scheurle - © © dpa - Fredrik von Erichsen

Klaus-Dieter Scheurle © dpa /Fredrik von Erichsen

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) steht vor einem Führungswechsel. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Klaus-Dieter Scheuerle habe am Dienstag sein Amt "mit sofortiger Wirkung" niedergelegt, teilte die bundesseigene DFS am Donnerstag mit. Zugleich aber habe der Aufsichtsrat seinen Vize-Vorsitzenden beauftragt, Verhandlungen über die Berufung Scheuerles zum neuen Geschäftsführer aufzunehmen.

Scheuerle würde damit Chef der DFS. Bisher war es die Aufgabe des Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, als Aufsichtsratsvorsitzender die Arbeit des Managements der Flugsicherung zu kontrollieren.

Die Berufung eines neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung sei notwendig, da der bisherige DFS-Chef, Dieter Kaden, nach 20 Jahren im Amt "altersbedingt zum Ende des Jahres in den Ruhestand tritt", teilte die DFS mit. Demnach soll der Aufsichtsrat am 9. Oktober einen neuen Vorsitzenden für das Kontrollgremium und für die Geschäftsführung bestellen.

Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums bestätigte am Mittwoch, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) habe Staatssekretär Scheuerle in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Dies müsse noch von Bundespräsident Joachim Gauck bestätigt werden. Scheuerle sei damit von seinen bisherigen Aufgaben entbunden. Seine Nachfolge als Staatssekretär sei noch offen.

Auf Scheurle wartet eine heftige Diskussion um die Kosten der Flugsicherheit. Der Bundesverband der deutschen Fluggesellschaften (BDF) hatte bereits kritisiert, dass zum Jahresbeginn statt angestrebter Kostensenkungen die Gebühren von der DFS erneut angehoben worden sind. Dies koste die Unternehmen rund 20 Millionen Euro. Mit den um 3,3 Prozent gestiegenen Streckengebühren liege Deutschland nun 30 Prozent über dem europäischen Schnitt. Auch die Start- und Landegebühren seien um 5,1 Prozent gestiegen, obwohl die Europäische Kommission von den Mitgliedsstaaten eigentlich Preissenkungen verlangt habe und zwar um jährlich 3,5 Prozent von 2012 bis 2014.

Von: dpa, AFP, airliners.de
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