Saar-Pfalz-Airport Saarland steht zu Flughafenkooperation

18.12.2012 - 15:54 0 Kommentare

Das Saarland strebt weiter eine Kooperation zwischen dem Flughafen Saarbrücken und dem rheinland-pfälzischen Airport Zweibrücken an. SPD-Wirtschaftsminister Heiko Maas will die Verhandlungen "sehr ernsthaft" führen.

Das schwarz/rote Regierung im Saarland ist weiter zu einer Flughafenkooperation mit dem rheinland-pfälzischen Zweibrücken bereit. Unsere Bereitschaft bleibt in jedem Fall bestehen, das ist keine Frage", sagte der saarländische Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD) im Interview der Nachrichtenagentur dapd. Derzeit würden für beide Flughäfen Entwicklungsmöglichkeiten und Synergieeffekte analysiert, um Defizite zu reduzieren, die in Saarbrücken und Zweibrücken bestünden.

Mit Blick auf den Personalwechsel am Saarbrücker Flughafen unterstrich Maas, dies sei "ein Beweis, dass wir die Verhandlungen sehr ernsthaft führen wollen". Die Besetzung sei "ganz bewusst" mit einem Geschäftsführer erfolgt, der bereits in einer anderen Landesgesellschaft aktiv sei, "weil wir keine Entscheidung vorwegnehmen wollten". Es hätte keinen Sinn gemacht, einen "neuen Geschäftsführer einzukaufen", wenn man in den nächsten Monaten mit den Rheinland-Pfälzern über die mögliche Gründung einer gemeinsamen Flughafengesellschaft reden wollte.

Maas betonte zugleich, dass der "Flughafen Ensheim eine wichtige Struktureinrichtung und im Übrigen auch der einzige Flughafen im Saarland" sei. "Wir werden die Interessen des Standortes Saarbrücken vertreten", sagte der Minister. Genauso selbstverständlich würden die Kollegen die Interessen von Zweibrücken vertreten. "Und dann werden wir sehen, ob und wieweit wir dann zusammen kommen oder nicht".

Die beiden Länder verhandeln seit längerem über einen gemeinsamen "Saar-Pfalz-Airport". Im Februar hatten sich die Regierung von Rheinland-Pfalz mit der alten schwarz-gelb-grünen Regierung des Saarlands auf die Gründung eines länderübergreifenden «Saar-Pfalz-Airports» geeinigt. Das Konzept sollte ursprünglich im Sommer vorgestellt werden – doch die Neuwahl im Saarland verzögerte den Zeitplan.

Von: dapd, dpa
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